Oldenburg: Oma-Vergewaltiger geschnappt – Polizei muss noch Hintergrund prüfen

Ein unfassbares Verbrechen ereignete sich am Donnerstag vor einer Woche. Eine 80-jährige Rentnerin wurde in ihrer Wohnung von einem Einbrecher überfallen, vergewaltigt und ausgeraubt. Die Tat sorgte für empörte Reaktionen. Wieder handelte es sich laut Täterbeschreibung ganz offenbar um einen der üblichen Verdächtigen.

Nach der brutalen Tat, flüchtete der Mann mit einer Sektflasche, die er zuvor in der Wohnung entwendet hatte.

Weiter berichtet die Staatsanwaltschaft: Bei der kriminaltechnischen Untersuchung des Tatortes sowie der unmittelbaren Umgebung des Hauses konnten die Ermittler kurz nach der Tat auf einem Parkplatz die mutmaßlich aus der Wohnung stammende Sektflasche sicherstellen. Untersuchungen der Flasche beim Landeskriminalamt Niedersachsen führten zum Auffinden einer daktyloskopischen Spur, die schließlich mit den gespeicherten Fingerabdrücken in den bundesweiten polizeilichen Datensätzen verglichen wurde. Aufgrund einer Übereinstimmung der Fingerabdrücke sowie weiterer Ermittlungsergebnisse geriet in der Folge ein 24-Jähriger in den Fokus der Ermittler, der einen Wohnsitz in Oldenburg hat und wegen eines Eigentumsdeliktes erst vor wenigen Wochen erkennungsdienstlich behandelt worden war.

Der 24-Jährige konnte am Montag von Einsatzkräften der Polizei in seiner Oldenburger Wohnung festgenommen werden. Bei der Durchsuchung konnten die Ermittler weitere Gegenstände sicherstellen, die mutmaßlich aus der Wohnung der 80-Jährigen stammten. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Oldenburg erließ ein Richter des Amtsgerichts inzwischen Haftbefehl; der Tatverdächtige befindet sich nunmehr in Untersuchungshaft.

Wichtige Details fehlen in der reichlich verspätet publizierten Pressemitteilung. So muss derzeit noch die Identität des Täters nach etwaigen Aliasen überprüft werden. Noch Fragen?