Bremsschläuche durchtrennt – Iraker und Syrer nach feigem Mordanschlag in U-Haft

Essen: Zwei Männer sitzen seit vergangenem Freitag in U-Haft. Sie sollen für einen feigen Mordanschlag vom 10. Mai  verantwortlich sein.

An diesem Tag fuhr eine 30-jährige Frau in ihrem Renault an der Anschlussstelle Essen-Kray auf die Autobahn 40 Richtung Duisburg. Wenig später bemerkte sie, dass die Bremsanlage des Fahrzeugs nicht richtig funktionierte. Geistesgegenwärtig wählte sie den Notruf der Polizei. Am Telefon hielt ein Beamter der Einsatzleitstelle die Frau an, den Wagen zunächst ausrollen zu lassen und schließlich an geeigneter Stelle zum Stehen zu bringen. Kurz hinter dem Ruhrschnellwegtunnel lenkte die Fahrerin das Auto gegen die Leitplanke. Sie selbst kam mit leichten Verletzungen davon.

Die Untersuchung des sichergestellten Megane wies nach, dass vor Fahrtantritt an der Bremsanlage manipuliert worden war. Ein Bremsschlauch war offenbar mutwillig durchschnitten worden.

Unter der Leitung von Kriminalhauptkommissar Oliver Neu richtete die Essener Polizei eine Mordkommission ein. Der ehemalige Lebensgefährte der Frau, ein 50 Jahre alter Iraker, geriet in den Fokus der Ermittler. Als dringend tatverdächtig nahmen Ermittler den Mann am vergangenen Freitag in einer Wuppertaler Wohnung fest. Ein ebenfalls dort aufhältiger Syrer (21) sollte zunächst als Zeuge gehört werden. Während er ein Geständnis ablegte, streitet der ältere mutmaßliche Komplize die Tat ab.

Beide Männer wurden auf Antrag der Staatsanwaltschaft dem Haftrichter vorgeführt und befinden sich in Untersuchungshaft.



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