Wie wirksam ist der Widerstand?

Wer hat eigentlich den Spruch der Nichtwähler in Umlauf gebracht, nachdem Wahlen nichts bringen würden, weil sie sonst verboten wären? Kurt Tucholsky, wie oft behauptet, war es jedenfalls nicht. Dafür gibt es keinen einzigen Beleg. Wem bringen solche Kampagnen etwas? Jede nicht abgegebene Stimme nutzt den etablierten Parteien, die selbst bei 99 Prozent Nichtwählern keinerlei Scham zeigen würden, ihre "Mandate" anzutreten.

Gegenfrage: Wenn Wahlen sowieso nichts ändern, warum gibt es dann Wahlfälschung? In Deutschland übrigens keine Seltenheit. Von Einzelfällen kann man ob der Fülle der Skandale wohl kaum sprechen. Was für Wahlen gilt, kann man auch über Demonstrationen sagen. Was hat der Protest der Friedensbewegung in den Achtziger Jahren gebracht? Wie verhielt es sich mit den weltweiten Mahnwachen gegen den Irakkrieg? Ist deshalb eine Bombe weniger gefallen?

Die New Model Army brachte es in dem Song 51 State of America auf den Punkt:  

 

" ... I watch us revel in our liberty
Well, you can say what you like but it doesn't change anything ..."

Das ist nicht unbedingt der Sound der friedensbewegten Latschenträger, aber der Aussage würden viele Althippies zustimmen. "Wir feiern unsere Freiheit, in der man alles sagen kann, was man will, aber es ändert nichts ..." Die Machtzentren, so geht es weiter in dem Stück, lägen jenseits des Ozeans. Wie wahr. Aber stimmt das? Warum wird gerade jetzt die Meinungsfreiheit massiv eingeschränkt? Den Regierenden sind bestimmte Äußerungen ein so großer Dorn im Auge, dass alleine in Deutschland eine Milliarde Euro im Kampf gegen Rächz locker gemacht wurde. 

Andererseits brauchen rigide Systeme den Widerstand, weil ihnen sonst die Begründung fehlt, Gesetze zu verschärfen. Wäre das Ermächtigungsgesetz trotzdem verabschiedet worden? Müsste man über digitale Impfpässe diskutieren, wenn klar wäre, dass sich sowieso jeder impfen lässt? Wahrscheinlich trifft das ohnehin auf den größeren Anteil der schweigenden Mehrheit zu. Dem ein oder anderen wären diese Maßnahmen ohne "Coronaleugner" vielleicht doch komisch vorgekommen. Ich will nicht dafür plädieren, den Mund zu halten, sondern dafür, die aktuelle Entwicklung aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Es lohnt sich, darüber nachzudenken. 

Man kann gegen das Wetter demonstrieren und auf Veränderung hoffen. In den meisten Fällen wird es keinen Einfluss haben. Wenn Bill Gates allerdings tonnenweise Partikel mit Flugzeugen in die Atmosphäre pusten lässt, um das "Klima zu retten" oder die Chinesen gleich ein Gebiet der anderthalbfachen Größe von Indien zur Wettermanipulation nutzen, dann nicht, weil es nichts bringt. Demonstrationen halten diese wahnsinnigen Experimente nicht auf. Es bringt auch nichts, wenn man Windows deinstalliert und sein Chinahandy, ja gegen was denn austauscht? Deutsche Wertarbeit?

Der Zug ist abgefahren, die "dritte Welle" nicht mehr aufzuhalten. Ganz gleich, ob man an Corona glaubt oder nicht, die Maßnahmen haben das Verhalten von Milliarden Menschen über Nacht verändert. Jeder ist betroffen und muss damit umgehen. Es gibt kein Zurück, die alten Strukturen haben keinen Bestand mehr. Nach Lockdown Nr. 3 werden wir sehen, wohin die Reise geht. Erst Krieg und dann Wirtschaftskrise oder umgekehrt? An ein gutes Ende mag offenbar niemand so recht glauben. Das gibt es nur im Kino und das ist derzeit geschlossen ...