Herrschaftsprinzip Todesangst

Viele Menschen, die an der Schwelle des Todes standen, berichten von ihren Nahtoderfahrungen. Die Erzählungen gleichen sich, werden aber offenbar auch von kulturellen Einflüssen geprägt. So erscheinen gläubigen Menschen häufiger Christus oder Engel, während andere im Jenseits von verstorbenen Verwandten begrüßt und dann wieder zurück geschickt werden. Wer sich in dem Feld auskennt, weiß, dass zudem viele Betroffene von einem Lebensfilm sprechen, als eine Art Rückschau im Zeitrafferformat, in dem wichtige Begebenheiten noch einmal erlebt werden. Mir ist kein Fall bekannt, in dem jemand nachhaltig bereuen musste, seine Steuererklärung nicht rechtzeitig abgegeben zu haben. 

Es geht auch meistens nicht um die großen Sünden, sondern viele kleinere Details, die anderen das Leben schwer gemacht haben, erfährt man, wenn man sich die Berichte in der einschlägigen Literatur zu Gemüte führt. Schließlich haben auch die wenigsten von uns ein schweres Verbrechen wie etwa Mord begangen, dass sich zudem schwerlich verdrängen ließe. Die herrschende "Wissenschaft" hat das Thema in die Giftküche verbannt. Bis auf wenige Ausnahmen, wie die Sterbeforscherin Elisabeth Kübler-Ross, genießt kaum jemand Anerkennung, der sich mit dem Leben nach dem Tod befasst. Bewusstsein wird als Ergebnis biochemischer Prozesse betrachtet, das mit dem Erlöschen der Hirnfunktion verschwindet. Ob es vielleicht doch ein Danach gibt, möglicherweise in einem Paralleluniversum, wird von einigen Fachrichtungen immerhin offen gelassen. Da man nur subjektive Erfahrungen als Forschungsgrundlage hat, kann der Frage gar nicht weiter nachgegangen werden, weil man sonst den Boden der "Wissenschaften" verlassen würde.

Was aber ist "wissenschaftlich" an der Behauptung, dass es "künstliche Intelligenz" gibt, die eines Tages ein Bewusstsein erlangen und den Menschen überflügeln wird? Wie weit diese Technik ausgereift ist, kann man leicht mit Google Translate und anderen Programmen überprüfen, die angeblich mit künstlicher Intelligenz operieren. Sie taugen nichts, wenn es kompliziert wird und menschliche Abstraktionsfähigkeit gefragt ist. Ein Schachcomputer "spielt" zwar inzwischen besser als jeder Mensch, die gleiche Maschine hätte jedoch beim Pokern, wo es auch um Bluffen geht, so ihre Schwierigkeiten. Das Leben wird lediglich simuliert. Wenn die Systeme aber immer komplexer werden, vielleicht in Verbindung mit Quantencomputern, dann aber könnte die Sache anders aussehen, so die düsteren Visionen der Transhumanisten, die eine Welt voller Mischwesen aus Mensch und Maschine für eine positive Zukunft halten, in der durch technische Methoden sogar Unsterblichkeit erlangt werden kann. In Gesellschaften, in denen die Ersatzteilmedizin als "human" betrachtet wird, hat diese Sicht auf den Menschen die Herrschaft übernommen und alle Bereiche des Daseins durchdrungen. Wenn das Oberhaupt der "römisch-katholischen" Kirche zum Impfen aufruft, weiß man spätestens, auf welcher Seite der "Heilige Vater" wirklich steht.

Dieser Materialismus wird gern als Säule des Kapitalismus und Fundament der "westlichen Industriegesellschaften" und betrachtet, in Wahrheit ist er ihr Untergang. Und nicht nur dort. Auch in China hat der Kommunismus ganze Arbeit geleistet. Wer den Menschen zum Trockennasenaffen degradiert, nach dessen Ableben es einfach nur "dunkel" wird, hat leichtes Spiel mit seinen Untertanen, wenn die Parole geglaubt wird. Corona ist der Beweis für die Macht des Gottlosen. Wer freiwillig sein Mensch sein aufgibt, soziale Kontakte reduziert, um zu überleben, sich an die Spritze klammert, die Normalität verspricht, dem winkt dasselbe Schicksal wie Edgar Allan Poes Fürsten Prospero. 

Er ist schon so gut wie tot, denn der Sensenmann lässt sich nicht besiegen. 

Es wird viel diskutiert über Sterbehilfe, die einen "würdevollen Tod" ermöglichen und deshalb legalisiert werden soll. Wie würdelos ein Leben mit Schutzmaske und Abstandsregel ist, kann man dagegen nicht sagen, ohne als "Coronaleugner" beschimpft zu werden. Und das aus den Mündern von denen, die die geistige Natur und Herkunft des Menschen negieren. Es sind nicht diese Witzfiguren auf den Regierungsbänken, die über uns herrschen, es ist die nackte Angst, die uns in den Knochen sitzt und jeden Augenblick unseres Lebens bestimmt, wenn wir es zulassen. Es ändert nichts daran, dass wir trotzdem unsterblich sind.

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