Schon vor einem Jahr wurde der US-gesteuerte Aufmarsch gegen Russland als Wahnsinn gebrandmarkt


Die Schuldzuweisungen für den  Ukrainekrieg  referieren in den Hauptstrommedien und dem Staatsfunk stets auf Tag Eins des Krieges, als die Russen einmarschierten. Dass das zu kurz greifen muss, ist bei dem komplexen Geschehen mit zahlreichen verwickelten Staaten unschwer zu verstehen. Wer dennoch bei Tag Eins beginnt, pflegt zu manipulieren  – ein Vorwurf, mit dem die genannten Medien aber zu leben gelernt haben wie der Gaul mit den Fliegen. 

Die Hochrüstung der USA und der von ihr geführten Nato nahe und entlang der Russischen Grenzen war ein gefährliches Aggressionsunternehmen, das die Russen eingekreist und in die Enge getrieben hat, in der Ihnen nur noch zwei Optionen blieben: Der Rückzug und die Aufgabe der Krim mit dem größten Schwarzmeerhafen oder die Gegenwehr. Da so gut wie kein Russe die schon vor Hunderten Jahren zum Land gehörende  Krim wieder aufgeben würde, war sowohl für die aufmarschierenden Amerikaner  als auch für politische Beobachter der russische Gegenschlag unvermeidlich. Darauf wurde vor einem Jahr hingwiesen. Wer  heute vor „Unvorhergesehenem“ steht, hat sich als Führungskraft disqualifiziert. Das gilt für die weitaus meisten Politiker in Berlin.

Hier die Warnung vor Krieg und Flüchtlingswelle vor einem Jahr, am 10. Mai 2021, im Wortlaut:

„Kaum raus aus Afghanistan …  machen die USA erneut auf Krieg: Ein umfangreicher Nato-Truppenaufmarsch in Richtung Russland / Ukraine läuft derzeit und fährt unsere Straßen und Autobahnen kaputt.  Sogar im entfernten Portugal donnern aktuell mehr militärische Flugzeuge herum als in den vorangegangenen 20 Jahren zusammen. Was soll das? Wer will mit dieser Losertruppe USA  / Nato, die ausschließlich Länder zerstört – auch die von ihr ‚verteidigten‘ ! – in weitere Kriege ziehen? Sollte man mit dieser militärischen Verelendungshistorie im Gepäck womöglich das größte Land der Erde angreifen und eine millionenfache Flüchtlingswelle aus der bitterarmen Ukraine nach Europa lostreten? Das wäre der nackte Wahnsinn. Ein Mitmachen wäre aber in der US-influenzierten Berliner Infantilpolitik nicht restlos ausgeschlossen. Wer seine Sinne beisammen hat muss aufstehen und sagen: Schluss!“— Ende Zitat vom Mai  2021.

Dieser relativ frühen Warnung ist heute nichts hinzuzufügen. Die Konsequenz kann nur sein: Neutralisierung der Ukraine unter Waffenniederlegung in diesem für sie aussichtslosen Krieg und Anerkennung der berechtigten russischen Sicherheitsinteressen. Ganz genau so, wie es die USA für sich selber beanspruchen und bereits in Kuba 1961 unter Weltkriegsrisiko durchgesetzt haben.

3 Kommentare

  1. WER SEINE SINNE BEIEINANDER hat…
    Genau da liegt das PROBLEM. Wie es damit bei unserer infantilen und unterirdisch-BLÖDEN sowie absolut verantwortungslosen Politkaste, dem Bodensatz und Abschaum der Gesellschaft, steht, sollte – eigentlich – jeder inzwischen wissen.

    1. Ergänzend sei darauf hingewiesen:

      Bereits 2008 warnte der damalige US-Botschafter in Moskau BURNS (heute Chef der CIA) die US-Regierung in einem vertraulichen Dokument (welches von Wikileaks veröffentlicht wurde) vor einer Intervention Moskaus für den Fall, dass die Ukraine in EU/Nato aufgenommen werde.

      Und schon 2014 bezeichnete das ARD-Politmagazin MONITOR die USA als KRIEGSTREIBER im Hinblick auf deren Ukraine-Politik.

      Soviel zu den F A K T E N.

  2. Der Autor Hans Egeler ist ein echter Durchblicker, seine Beiträge sind sehr wertvoll für alle, die sich um Klarsicht bemühen.
    Sehr schade, sehr dumm und sehr gefährlich, dass unsere Politik nicht auf solche Leute hört !

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