Aller guten Dinge sind drei, sagt man. Nach einem solchen Satz folgt gewöhnlich ein „aber“, aber darauf habe ich genauso wenig Lust wie auf eine dritte Auflage des #Stolzmonats. Das mit dem Hashtag kapern war mal lustig, die Lage ist aber weitaus ernster als noch vor einem Jahr. Und zudem sollte man bedenken, wer etwas kapert und für sich vereinnahmt, der kopiert auch die Strategie des Bösen. In die Haut des Drachens zu schlüpfen, ist manchmal notwendig; behält man dieses Kleid zu lange an, wird man es nicht mehr los. Man kann Ghettokultur nicht mit „patriotischem“ Deutsch-Rap bekämpfen und Perversion mit Obszönität zurückdrängen. Wenn sich die Gegenbewegung der selben Methoden bedient und Schwarzmalerei und Opfergehabe nicht beiseite legen kann, gibt es keinen Grund für einen Stolzmonat, denn es ist nichts eigenes mehr daran. Schönen Sonntag!





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4 Antworten zu „Nicht schon wieder #Stolzmonat“