Meuthen entmachtet, es reicht trotzdem nicht für den Dexit

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Der Parteitag der AfD ist zu Ende gegangen. Das Geschrei der Systempresse ist groß, doch für das Parteienkartell gibt es keinen Grund zur Furcht.

Alice Weidel hat sich geschickt aus der Affäre gezogen und eine spätere Spitzenkandidatur nicht ausgeschlossen, auch wenn manche ihr Statement anders verstanden haben. Alexander Gauland und Jörg Meuthen haben einstecken müssen. Für Ersteren spielt es möglicherweise kaum noch eine Rolle, denn er hatte schon vor der Coronapandemie seinen Rückzug aus der Politik angekündigt. Ob es dabei bleibt wird sich zeigen. Für Jörg Meuthen steht mehr auf dem Spiel. Was soll er nur machen, wenn seine Parteikarriere zu Ende ist? Er konnte den von ihm abgelehnten Dexit im Parteiprogramm nicht verhindern, lediglich sein Abwahlantrag, wie auch andere Personalentscheidungen wurden nach hinten verschoben. Die Partei bleibt also gespalten.

Auch die Corona-Resolution trägt so gar nicht die Handschrift von Jörg Meuthen. Eigentlich war die AfD mal als "Anti-Euro-Partei" angetreten, die Bundestagswahl 2013 wurde noch knapp verpasst, ironischerweise zogen alsbald die ersten AfD-Politiker ins EU-Parlament ein. Und dort sitzt Jörg Meuthen noch heute. Nun ja, wird die Partei mit dem entmachteten Führungspersonal eine Chance haben, bei den Bundestagswahlen ein Wörtchen mitzureden? Danach sieht es so oder so nicht aus. Es ist also völlig egal, was im Parteiprogramms steht. Eher gewinnt ein Hartzer im Lotto ...