Prof. Dr. Max Otte war am Mittwochabend einer von 9 Sachverständigen, die der Ausschuss für Wirtschaft und Energie des Bundestages anhörte. Das Thema war „Neustart für die Wirtschaft“. Die Anhörung wurde von Klaus Ernst (Die Linke) geleitet.

Die Experten gaben in der zweistündigen Sitzung auf gezielte Fragen von Abgeordneten ihre Empfehlungen für den besten Weg aus der Krise in Deutschland und Europa nach der auslaufenden Pandemie.

Weil Max Otte der Herausgeber dieses Kanals ist, dokumentieren wir in diesem Video die Antworten, die er im Verlauf der Anhörung auf die an ihn gerichteten Fragen der Parlamentarier gab. Dabei soll nicht der Eindruck erweckt werden, als sei Max Otte alleine gefragt worden. Im Wechsel wurden alle Experten – die weiter unten aufgelistet sind – wiederholt befragt. Den Link zum Mitschnitt der gesamten Anhörung finden Sie weiter unten. Aus diesem Mitschnitt stammen die hier dokumentierten Ausschnitte.

Max Otte empfahl in der Runde massive staatliche Investitionen, die meist Basis für private Investitionen seien. Diese könnten einen Umfang von einer halben Billion Euro in den kommenden zehn Jahren erreichen und nur über Schulden finanziert werden. Der Staat habe Infrastruktur-Investitionen lange vernachlässigt und erhalte jetzt die Chance, nicht nur vieles nachzuholen, sondern auch die Staatsausgaben mehr in Richtung Produktivität und Wachstum zu lenken.

Otte forderte auch mehr europäische Gegenwehr gegen die amerikanische Dominanz – vor allem der digitalen Konzerne- in Europa. „Wir müssen da mehr durchgreifen“.

## Die Liste der Sachverständigen, die im Ausschuss befragt wurden:

Prof. Dr. Justus Haucap, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Düsseldorfer Institut für Wettbewerbsökonomie (DICE)
Prof. Dr. Michael Eilfort, Stiftung Marktwirtschaft
Dr. Volker Treier, Deutscher Industrie- und Handelskammertag e. V. (DIHK)
Prof. Dr. Jens Südekum, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU)
Dr. Andrä Gärber, Friedrich-Ebert-Stiftung e. V.
Prof. Dr. Max Otte, Unternehmer, Investor und Philanthrop – Ehemaliger ordentlicher Professor für quantitative und qualitative Unternehmensanalyse und -diagnose an der Universität Graz, ordentlicher Professor a.D. für internationale und allgemeine Betriebswirtschaftslehre an der Hochschule Worms
Prof. Dr. Gabriel Felbermayr, Institut für Weltwirtschaft (IfW Kiel)
Stefan Körzell, Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB)
Dr. Patrick Graichen, Agora Energiewende

2 KOMMENTARE

  1. Ich wusste es schon immer. Diktatur ist, wenn der Steuerzahler NICHT für das Wohlbefinden der „FREIEN MARKTWIRTSCHAFT“ geschröpft wird und wenn der geforderte Zentralstaat Europa groß und mächtig wird, oder wie wollte man gegen (andere) Kapitalisten „durchgreifen“?

    Kann natürlich auch sein, dass ich Herrn Ottes Wunsch nach staatlicher Allmacht falsch verstanden habe.

    Alles nur noch ein Treppenwitz. Der „Widerstand“ gibt sich endgültig der Lächerlichkeit preis, sofern überhaupt noch möglich.

Comments are closed.