Massenpanik in St. Pauls-Kirche: #AllahuAkbar-Somalier soll psychisch kranker Einzeltäter sein

    München: Am Ostersamstag hatte gegen 21:30 Uhr ein 36-jähriger Somalier die Paulskirche in München betreten und für eine Massenpanik gesorgt. Zu dieser Zeit fand dort die Ostervesper der kroatisch-katholischen Gemeinde München statt. Der Mann soll etwas gerufen und Gegenstände auf den Kirchenboden geworfen haben. Durch das Gedränge, das beim zum Teil fluchtartigen Verlassen der Kirche entstand, wurden mindestens 31 Personen körperlich verletzt. Dabei handelt es sich überwiegend um keine bleibenden körperliche Verletzungen. Ein größerer Polizeieinsatz war die Folge. Das Kommissariat 45 der Münchner Polizei übernahm die Ermittlungen wegen des Verdachts der Störung des öffentlichen Friedens und versuchter gefährlicher Körperverletzung.

    Aktueller Ermittlungsstand (August)

    Beim Täter handelt es sich um einen Asylbewerber aus Somalia. Nach der Tat wurde durch einen Ermittlungsrichter Haftbefehl erlassen. Der Beschuldigte wurde aufgrund seines Verhaltens in der Haft durch einen Sachverständigen begutachtet. Nach einer vorläufigen psychiatrischen Stellungnahme leidet der Beschuldigte an einer psychischen Störung. Es wurde daher inzwischen ein Unterbringungsbefehl erwirkt und der Beschuldigte befindet sich seither in einer geschlossenen psychiatrischen Einrichtung.

    Da am Tatabend ein Großteil der über 100 Zeugen nicht mehr vernommen werden konnte, wurden in der Folge durch das zuständige Fachkommissariat im Rahmen von aufwändigen Nachermittlungen eine Vielzahl von Zeugen vernommen und Äußerungsbögen verschickt, um den Tatablauf zu rekonstruieren.

    Nach bisherigem Ermittlungsstand hat sich keine Tatbeteiligung weiterer Personen ergeben. Es wird von einem Einzeltäter ausgegangen.

    Ein Teil der Zeugen hörte den Beschuldigten „Allahu Akbar (Gott ist groß“ beziehungsweise „Gott ist am größten)“ rufen. Der Tatverdächtige ist bislang noch nicht in einem religiösen Zusammenhang in Erscheinung getreten.

    Die Prüfung des Vorgangs durch die Staatsanwaltschaft ist noch nicht abgeschlossen.

    Die Zusammenarbeit mit der Kroatischen Katholischen Gemeinde München war während der Ermittlungsarbeit sehr vertrauensvoll und offen. Die Verantwortlichen zeigten sich sehr kooperativ.