Machtspielereien auf kleiner Bühne

Mit welchen Gedanken und Überlegungen – sofern in der heutigen Politik noch vom Vorgang des Denkens ausgegangen werden kann – trifft sich Herr Seehofer mit der einer Despotin gleichenden Frau Merkel? Weiß er, was ihn beim Treffen erwartet? Natürlich weiß er es: Die purem Wahnsinn gleichende Flüchtlingspolitik soll von der Koalition fortgesetzt werden. Ob ein nur scheinbar drohendes Säbelrasseln etwas an den wirren Vorstellungen der Kanzlerin ändern wird?

Seehofer rückt an, hört sich mit bayerischer Gelassenheit genau das an, was er bereits erwarten durfte. Und dann ist der letztlich der Zeitpunkt gekommen, an dem der Bayerische Ministerpräsident Charakter und Stärke zeigen müsste: Abtrennung von der CDU und Installierung der CSU auf Bundesebene.

Aber nein. Es kommt noch schlimmer: Man lässt in den Medien verlauten, man befände sich in weiten Teilen im Konsens. Nur die Sache mit der Flüchtlingspolitik……. Und jetzt? Natürlich lässt Seehofer verlauten, dass er im Ernstfall über eine „Scheidung“ von Merkel nachdenken müsse. Natürlich ist das DIE Option. Aber was sagt der Bayerische Wähler nur dazu? Würde er im vieles entscheidenden Fall das Volk des Freistaates hinter sich haben und seine politische Position behalten? Vorsicht, Risiko! Das berühmte Fähnchen flattert im Wind und weiß nicht wirklich, wohin es sich letztlich ausrichten soll. Zu viele subjektive Momente gilt es zu beachten; vor allem die eigenen politischen Interessen.

Seehofers Verhalten ist ein Bilderbuch-Beispiel für die gesamten politischen Verhältnisse in unserer Republik; Verhältnisse, in denen die Interessen des Volkes die untergeordneteste Rolle spielen. Darunter leidet unser gesamtes Volk, darunter leidet die Demokratie, die sich – hier ausnahmsweise mal in Einheit – alle im Bundestag vertretenen Parteien auf ihre Fähnchen mit den unterschiedlichen Farben geschrieben haben. Ob man sich an die entsprechenden Spielregeln tatsächlich zu halten bereit ist, steht auf einem ganz anderen Blatt. Auf alle Fälle klingt es gut und soll von Freiheit und Volksfreundlichkeit zeugen, auch wenn sich dahinter bittere Machtgier, Opportunismus und Unterdrückung des Volkswillens verbirgt.

Poor old Germany!


Bramstedter Kreis

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Dr. Lothar Löser
Über Dr. Lothar Löser 10 Artikel
Selbstständiger Notfallmediziner - Initiator von Bündnis 13 - Die Weißen

1 Kommentar

  1. Dass Sie diese Spiel nicht begriffen haben sollten, kann ich mir nicht vorstellen. Es ist das alte good cop bad cop.
    Als Kinder wurde uns das Kasperletheater vorgespielt.
    Das hier ist das gleiche für Erwachsene. Ich bin aber dagegen wenn du dafür bist. Machen werde ich aber nichts, weil es vor Wahlen immer reicht, den Leuten das Gefühl zu geben, die tun was. Auch wenn sie nur leeres Stroh dreschen.
    Die Leute wollen ja garnicht dass sich etwas gravierendes verändert.
    Es geht uns doch gut……………

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