Lügen ohne Konsequenzen: Unversehrte Terroristenausweise am Ground Zero und NSU DNA im Wald

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Der Ground Zero und der Fundort von Peggys Leiche haben einiges gemeinsam. In dem Haufen Schutt und Asche fand man den nahezu unversehrten Pass von Satam al-Suqami, der als einer der Attentäter in Flight AA 11 gesessen haben soll.

Das Netz ist voll mit Verschwörungstheorien zum 11. September, die sich an den vielen Ungereimtheiten stoßen, die Mainstreampresse hat dagegen wahrscheinlich noch mehr Artikel verbreitet, die jeden Zweifel an der offiziellen Version ins Lächerliche ziehen.

Und doch berichteten zum „15. Jahrestag“, der in den USA „feierlich“ begangen wurde, sogar die Hitlertagebücher („Stern“) über die neuesten Enthüllungen. Die Gebäude wurden nach ausführlichen Begutachtungen renommierter Experten kontrolliert gesprengt zum Einsturz gebracht. Natürlich werden die Schlussfolgerungen als „waghalsige Thesen“ bezeichnet. Insbesondere wird darauf eingegangen, welch politische Sprengkraft in den Thesen der Experten stecken soll – gar keine, wie man an der Reaktion der US-Bürger sieht. Seit der Ermordung von J.F. Kennedy zweifeln immer mehr Amerikaner daran, dass die Regierung die Wahrheit sagt, mit jedem neuen Politskandal wird das Misstrauen größer. Geändert am Machtapparat hat sich nichts, der Aufstand blieb stets aus.

Im USA-hörigen Deutschland stellt man die US-Bürger, von denen angeblich 90 Prozent an die Schöpfungsgeschichte aus der Bibel glauben, als tumbe und schießwütige Hinterwäldler hin, lobt aber das transatlantische Bündnis in den höchsten Tönen. Daraus kann man nur einen Schluss ziehen – unsere Politiker haben entweder nicht alle Tassen im Schrank oder sie sind gewissenlose Erfüllungsgehilfen der Kriegstreiber, die jede Lüge nachplappern, wie die vom Giftgas des irakischen Diktators Saddam Hussein, die nach 9/11 dafür her halten musste, das Land in Schutt und Asche legen zu können.

Verschwörungstheorien und Geheimdienstlügen, auch wenn sie bestätigt werden, gehören in die USA – in Deutschland nur auf die Mattscheibe bei Akte X und Co. Der Verfassungsschutz macht so etwas nicht, darum bekam er am Freitag durch den Bundestag noch weitere Kompetenzen zugesprochen, statt dass man den Schlapphüten endlich den Laden dicht macht.

Schon bei der Gründung der RAF hatten Spitzel ihre Finger im Spiel, wie der berüchtigte „S-Bahn Peter“ Urbach, der die linksradikale Szene mit Waffen versorgte. Enttarnt ist das RAF-Phantom bis heute nicht. Nur eines ist klar – Zweifel an den offiziellen Versionen sind mehr als angebracht. Nachdem das politische Establishment durch den langen Marsch durch die Institutionen immer weiter nach links gerückt ist, brauchte es ein neues Terrorphantom – den NSU. Wie das Trio so lange im Untergrund operieren konnte, bleibt ein Geheimnis der Spitzel, ebenso welche Gegenleistung dafür erwartet wurde. Die seltsamen Todesfälle im Umfeld der NSU Zeugen riechen förmlich nach Geheimdienstaktivitäten, wie auch die vielen angeblichen Pannen bei der Spurensicherung, insbesondere, wenn es um DNA der beiden Uwes ging.

Und plötzlich und unerwartet findet man nach 15 Jahren auf einem fingernagelgroßen Stofffetzen die DNA von einem der beiden Terroristen, was nicht weniger fantastisch anmutet, wie ein unversehrter Ausweis am „Ground Zero“.

Genauso plötzlich und unerwartet fand man ja auch zuvor die Leiche von Peggy – nein, nicht ganz. Wenige Tage vor dem Auffinden unterhielt ich mich mit einem Kollegen über den Fall, da vor Gericht über die Herausgabe sämtlicher Spurenakten im Mordfall Peggy entschieden werden sollte, was die Gurkentruppe in Bayreuth sicher mächtig ins Schwitzen brachte. Oberstaatsanwalt Potzel erklärte im April 2016 dazu, keines der Beweismittel sei verloren gegangen. Der Antrag wurde bereits am 29.12.2015 gestellt und seitdem blockiert. Nach dem Fund handelt es sich aber wieder um ein laufendes Verfahren, wodurch die Akteneinsicht erst mal wieder vom Tisch war – „Zufälle“ können manchmal ganz hilfreich sein, nicht wahr?

Allerdings muss nachdem endlich das Mordopfer gefunden wurde, auch schnellstens ein Täter her. Wieder kam Kommissar Zufall zuhilfe und lieferte gut erhaltende DNA. In der Presse wurde der längst bekannte rechtsradikale Drohbrief an Peggys Mutter, den die Polizei abgefangen haben will, ausgegraben und veröffentlicht und als Hinweis auf ein fremdenfeindliches Motiv bei dem Mord an dem kleinen, blonden und blauäugigen Mädchen verkauft.

Thüringens Ministerpräsident Ramelow gab in der Presse den George W. Bush, der auch direkt nach den Anschlägen schon wusste, wer dafür verantwortlich war. Ramelow sagte, er kenne das Waldstück persönlich sehr gut und glaube nicht an einen Zufall, bei der neuen DNA Spur. Damit ist das Wunschergebnis für die jetzt eilig aufgestockte Soko Peggy klar formuliert – Wehe ihnen, wenn sie etwas anderes herausfinden.

Die öffentliche Empörung wird jetzt darauf gelenkt, dass schäbige Rechtsterroristen in Kinderporno und Mörderringe verwickelt sein sollen, wie das Verbindungsstück DNA beweist. Das eigentliche Verbindungsstück zwischen NSU und dem Mordfall Peggy aber sind die Kreise, die die Ermittlungen behindert und gelenkt haben. Der eigentliche Skandal ist, dass in unserem Rechtsstaat jemand für einen Mord ohne Leiche verurteilt werden kann, obwohl er unschuldig ist. Der einzige Unterschied zu den USA ist, dass es hier statt der Todeszelle den Maßregelvollzug gibt, ansonsten wird mit denselben Methoden gearbeitet, um die Öffentlichkeit über die wahren Hintergründe zu täuschen. Nicht unwesentlich bei der Betrachtung der Zustände in Justiz- und Ermittlerkreisen ist die Rolle der Gerichtsgutachter, die nicht mal in Haftung genommen werden, wenn sich eines ihrer Machwerke als fälschlich herausstellt – gewöhnlich setzen sie ihre Tätigkeit unbehelligt fort. Nicht nur fleißige Steuerfahnder, auch so mancher gewissenhafte Ermittler kann schnell per Psychodiagnose in den Ruhestand versetzt werden. Wer tiefer verwickelt ist und eigenen Dreck am Stecken hat, wird auf andere Weise kaltgestellt, falls er sein Gewissen entdeckt und plaudern will. Schnell ist eine Politikerkarriere mit ein paar kompromittierenden Bildern beendet.

Das Schweigen der Beate Zschäpe und ihr gelegentliches belangloses Plaudern zur Causa NSU könnte einen ganz besonderen Grund haben – ihr ist ihr Leben selbst hinter Gittern noch etwas wert. Hinter den Kulissen wurde vielleicht derselbe Deal mit ihr geschlossen, wie mit den RAF Terroristen, die hartnäckig geschwiegen, dafür aber ihre Haft überlebt haben. Einige von ihnen trafen es Dank bester Verbindungen recht gut – Susanne Albrecht tauchte in der DDR unter, wurde nach der Wiedervereinigung enttarnt und zu zwölf Jahren Haft verurteilt. Nach drei Jahren war sie bereits Freigängerin, nach sechs Jahren bekam sie zur Entlassung gar eine neue Identität geschenkt. Kooperation lohnt sich eben, auch wenn man Menschenleben auf dem Gewissen hat. Wer nicht kooperiert, kann in diesen Tagen bereits für Hatespeech hinter Gittern landen oder von einem Gutachter für gefährlich erklärt und weg gesperrt werden. Das Netzwerk ist größer, als jede bisher real existierende Terrorzelle rechter oder linker Machart, es ist das System, welches durch und durch korrupt und von Seilschaften ausgehöhlt ist und nur noch dem äußersten Anschein nach den Namen Rechtstaat trägt. Jede noch so dreiste Lüge wird als die Wahrheit verkauft und später wieder neu konstruiert, um gleich mit der nächsten Lüge aufzuwarten – unser „Rechtstaat“ sei natürlich nicht perfekt, doch in einem Unrechtsstaat würde man sich gar nicht erst die Mühe machen, auch nach Jahren noch die Wahrheit aufzudecken.

Wenn aber nach Jahren eine Lüge scheibchenweise aufgedeckt wird, kratzt das niemanden, die Verantwortlichen sind längst tot, wie der britische Kinderschänder Jimmy Saville und einige verdächtige Politiker. Für die Opfer kommt dann ebenso meist eine Anerkennung und Entschädigung um Jahre zu spät. Ihr Leben ist nicht selten verpfuscht.

Es klingt paradox, aber Lügen ziehen für die Täter selten Konsequenzen nach sich, nur die Wahrheit führt zu Veränderung. Wer mit ihr geht, kommt nie zurück. Darum wenden sich immer mehr Menschen ab von denen, die ihnen diese Lügen auftischen, statt weiter von ihnen zu erwarten, endlich Farbe zu bekennen und Einsicht zu zeigen. Und sie handeln nach der Devise: „Muss man wirklich die ganze Wahrheit erfahren, wenn man merkt, dass man belogen wird?“ Das wissen die Täter und setzen ihr Treiben bis zuletzt fort, sie können nicht anders, als konsequent zu lügen.

 

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Wolfgang van de Rydt
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1 Kommentar

  1. Vermutlich kommt durch die Mitwisser dieser Fälle nichts raus, weil die um ihre Lebensgefahr wissen!! Bei NSU sind doch die Ungereimtheiten derart krass, viel deutlicher als zu Mölln und Solingen, das müssen viele wissen!!

    Und vermutlich haben viele unserer oberen Politiker, deren Verhalten uns rätselhaft bis empörend vorkommt, auch gewisse Ängste um Enthüllungen und ihr Leben, denn was sich da seit Jahren abspielt in der BRD, ist doch kaum nachvollziehbar und nicht allein mit Dummheit und Vorsatz zu erklären wie bei GRÜN und PDS!!

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