Ganz so wahrheitsgemäß ist es dann doch nicht, was die Partei LKR auf ihrer Webseite verkündet:

Der bislang parteilose Bundestagsabgeordnete Uwe Kamann ist den Liberal-Konservativen Reformern (LKR) beigetreten. Die LKR ist damit die achte Partei, die aktuell mit einem Abgeordneten im Deutschen Bundestag vertreten ist.

Kamann zog nämlich 2017 für die AfD in den Bundestag ein. Im Dezember 2018 verließ er die Partei und die Fraktion.

Und weiter heißt es:

Aus Sicht des LKR-Bundesvorsitzenden Jürgen Joost ist der Beitritt des bisher parteilosen Bundestagsabgeordneten ein Signal für die zunehmende Attraktivität und den politischen Anspruch der jungen Partei, die sich als „politischer Anker für das liberal-konservative Spektrum“ versteht.

Die LKR werde im Herbst nächsten Jahres flächendeckend zur Bundestagswahl antreten: „Unser Angebot ist die Erneuerung der politischen Mitte. Wir wenden uns an alle bürgerlichen Wähler, die sich wegen der zunehmenden Mitte-Links-Orientierung von den Unionsparteien, wegen ihrer Inhaltsleere von der FDP und wegen der Zerrissenheit und fehlenden Abgrenzung nach Rechtsaußen von der AfD abwenden. Dazu gibt es viele potentielle Nichtwähler, die alle anderen bisherigen politischen Angebote als maßlos enttäuschend empfinden.

Mit der Präsenz im Bundestag wird sich die LKR noch stärker als bisher in die Tagespolitik einmischen, jetzt auch vom Rednerpult des Deutschen Bundestages aus.“

Die LKR wurde von AfD-Gründer Bernd Lucke zunächst unter dem Namen „ALFA“ gegründet. Nachdem er bei den EU-Wahlen scheiterte, kehrte er zum Wintersemester 2019/20 an seinen Lehrstuhl zurück und nahm seine Lehrtätigkeit wieder auf.

Foto by Mathesar / CC0

6 KOMMENTARE

  1. Fein, ein weiterer Wettbewerber um die heißbegehrte deutsche Mitte. Wer wohl das politisch korrekte Rennen um die Schnarchnasen macht?

  2. Oh, wie toll, dass man nun noch eine Protestpartei einer Protestpartei hat, der man die Stimme geben kann, wenn man mit den großen Parteien nicht mehr zufrieden ist, aber die Stimme im Nirwana verschwindet. Mal sehen, was diese Intelligenzschleudern sich für eine Parteifarbe wählen, vielleicht Gelb-Gelb?

  3. Die sogenannte Mitte ist ja – ausgenommen ein gewisser Herr Meuthen – nicht mehr existent. Das ist ideal für eine Ein-Mann-Partei, als Alternative zur Alternative aufzusteigen.

    Ich rechne mit 30 % der Stimmen für den neuen Shootingstar. Es wird spannend. Vielleicht wird die FDP dann auf 0,1 % versenkt ?;-)

  4. Das passt zwar nicht zum Thema aber ich finde es ist ein Schnäppchen.
    Polizisten schützen sich vor Ansteckung:

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