22. Bundesparteitag der CDU in Hamburg (Hanns-Martin Schleyer) 18.-20.11.1973 / Bundesarchiv, B 145 Bild-F041440-0014 / Reineke, Engelbert / CC-BY-SA 3.0 / CC BY-SA 3.0 DE

Das muss diese gute Gewalt sein, die sich ausschließlich nur gegen Sachen richtet. Am 5. September 1977 wurde Arbeitgeberpräsident Hanns-Martin Schleyer von dem RAF-Kommando „Siegfried Hausner“ entführt. Der Fahrer und drei Leibwächter wurden dabei erschossen. Die Entführer forderten von der Bundesregierung die Freilassung von elf inhaftierten RAF-Mitgliedern.

Doch in geheimen Absprachen mit Oppositionspolitikern traf die damalige Bundesregierung unter Helmut Schmidt eine für Schleyer tödliche Entscheidung. Man wollte nicht noch einmal auf die Forderung von Geiselnehmern eingehen, wie im Fall des CDU-Politikers Peter Lorenz zwei Jahre zuvor.

Der Druck auf die Bundesregierung wurde mit der Entführung der Lufthansamaschine Landshut am 13. Oktober 1977 nochmals erhöht. Die offizielle Geschichtsschreibung rückt den Mythos der GSG 9 in den Mittelpunkt und glorifiziert die Befreiung der Geiseln.

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Mehrere Filme über die Helden von Mogadischu untermauern die Legende. Vielleicht hat sich alles aber auch ganz anders abgespielt. Bleiben wir aber bei der offiziellen Variante. Nach der Geiselbefreiung folgte die „Todesnacht von Stammheim“. Die inhaftierten RAF-Terroristen Andreas Baader, Gudrun Ensslin und Jan-Carl Raspe starben durch Selbstmord in ihren Gefängniszellen in der JVA Stuttgart. Irmgard Möller überlebte schwer verletzt. Sie bestreitet bis heute den kollektiven Suizid und spricht von staatlich angeordneten Morden. Einen Tag später fand man Hanns-Martin Schleyer erschossen im Kofferraum eines Audi 100 auf.

Die Wahrheit lautet dagegen: Nichts ist wirklich aufgeklärt. Bekannt ist, dass die erste Generation der RAF durch V-Männer radikalisiert worden ist, die unter anderem Waffen herbeischafften. Die RAF-Anwälte machten bis auf Horst Mahler, der aktuell wegen Holocaustleugnung inhaftiert ist, Karriere in der hohen Politik. Otto Schily wurde Innenminister, Hans-Christian Ströbele flog bei der SPD raus, schaffte es aber später in den Führungskader der Grünen und war Mitgründer der taz, Gerhard Schröder wurde Bundeskanzler.

Kürzlich habe ich mit Kollegen zwei Interviews aufgezeichnet, in denen sich zwei Herren zu den Hintergründen äußern, nach denen sich alles etwas anders abgespielt haben soll. Darin wird die Aussage von Irmgard Möller bekräftigt, dass die RAF-Gefangenen nicht durch die eigene Hand ums Leben gekommen sind. Auch die Geiselbefreiung durch die GSG 9 sei anders abgelaufen, als offiziell dargestellt. Das Material befindet sich noch im Schnitt und wird demnächst veröffentlicht.

4 KOMMENTARE

  1. Wir erinnern uns an weniger Prominente, wie Martina Pflock, Abwasser abzocke.de, Edgar R. Ludowici, mit Schimmelpilzsporen in einer Zelle in Freiburg beladen worden, etwas über 1 Jahr später war er an Lungenaspergillose gestorben. Und es gibt sicher noch viel mehr Opfer dieser Besatzerrepublik. Mögen andere die ihnen bekannten Namen hinzufügen, auch die, die in der Psychiatriefertig gemacht wurden und werden.

  2. Von Wisnewski wurden zahlreiche Verdachtsmomente zusammengetragen in seinem Buch „RAF Phantom“. – Eine ganze Anzahl damals maßgeblich Beteiligter leben noch frisch und munter, es könnte spannend werden.

  3. Alles hat sich etwas ANDERS abgespielt, als uns das offizielle Narrativ (= Lügenmärchen vom Lügenpack) erzählt…
    Wen wundert das ?

    Man denke nur an 9/11, „Attentat“ am Breitscheidplatz, Corona, „Selbstmord“ Richterin Heise, usw. usf. etc. pp.

    Deshalb muss das Lügenpack zum Teufel gejagt werden. Das ist das einzige, was alternativlos ist.

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