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Thilo Sarrazin / gemeinfrei

Ganz einfach: Der Rauswurf von Sarrazin seitens der SPD und die Schnappatmung seiner Fans, wie auch das Frohlocken der Linkspresse haben gestern die Schlagzeilen sämtlicher Webseiten dominiert und die Twittertimeline stundenlang mit nutzlosen Beiträgen dazu blockiert. Wozu beschweren sich eine Handvoll Leser, dass man hier darüber nichts erfährt, wenn sie es denn sowieso schon wissen? Man kann nicht jeden Vorfall kommentieren und einen Mehrwert zu schaffen, außer es geht um ein Klicks für fragwürdige Videos.

Der ehemalige Bundesbanker, der auch mal recht abfällig vorgerechnet hat, wie toll man von Hartz IV leben kann, hat mit seinen Büchern nicht nur eine wichtige Debatte angestoßen, sondern auch eine Menge Geld verdient. Ein früherer Schwager von mir pflegte lange vor dem ersten Buch Sarrazin die darin ausgebreitete Thematik in einem Satz zusammenzufassen: „Die überbumsen uns!“ Dieses „die“ war nicht unbedingt abfällig gemeint. Sein Kopfschütteln während er diesen Satz aussprach – und das tat er häufig – brachte allerdings sein Unverständnis über jene recht deutlich zum Ausdruck, die nicht mal durch ein Sarrazin-Evangelium, wenn es dieses denn damals schon gegeben hätte, davon überzeugt hätten werden können, dass irgendetwas in unserem Land gewaltig schief läuft.

Wenden wir uns den wirklichen Themen zu und lassen wir die Empörten weiterhin in ihrem Glauben, dass die SPD unter Logenbruder und Khomeini-Unterstützer Helmut Schmidt eine Partei der kleinen Leute gewesen ist.

 

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2 KOMMENTARE

  1. Zitat: „…Der ehemalige Bundesbanker, der auch mal recht abfällig vorgerechnet hat, wie toll man von Hartz IV leben kann, hat mit seinen Büchern nicht nur eine wichtige Debatte angestoßen, sondern auch eine Menge Geld verdient. …“

    Um zu merken, dass Deutschland sich selbst abschafft, muss man nicht Sarrazins Buch gelesen haben. Das sollte jedem halbwegs aufmerksamen Beobachter des politischen Zeitgeschehens schon lange auch so klar sein. Diese „aufmerksamen Beobachter“ sind aber, wie zu allen Zeiten eine vergleichsweise verschwindend kleine Gruppe des Volkes. Die Mehrheit, die bis heute immer noch nicht begreift was hier eigentlich vor sich geht, weil sie Opfer massiver, jahrelanger Gehirnwäsche ist, würde es auch durch die Lektüre seines Buches nicht begreifen.

  2. Wenn’s nicht mehr so läuft, macht er halt den Ghostwriter für Siggi. Der wollte bestimmt auch bald die Zusammenhänge von SPD und dem Niedergang der sozialen Marktwirtschaft unter die Lupe nehmen. Oder ein Kochbuch für Armutsrentner: „*Lumpenklunz, wer einmal aus dem Pfandnapf frisst“ (*lecker Resteeintopf, sehr nahrhaft, pack-konform).

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