Leipzig: Islamkritischer Künstler muss ins Gefängnis

Am kommenden Montag ist es soweit. Der Leipziger Künstler Natango Fietkau muss ins Gefängnis. Neben einer Geldstrafe von 250 Euro wegen Beleidigung hat er auch noch die Gerichtskosten in Höhe von 3280,28 Euro zu zahlen, kann aber den Betrag nicht aufbringen. Darum muss er 25 Tage „Ersatzfreiheitsstrafe“ absitzen.

Zuvor stellt er allerdings noch sein Gemälde mit dem Titel „Amerika great again“, (Untertitel: Me and my balloon) der Öffentlichkeit vor. Dem Gemälde „Pizza (The beast is eating pizza)“ folgte jetzt eine weitere Arbeit mit US-amerikanischen und geopolitischen Bezugszusammenhang.

Das Gemälde im Kontext des tiefen Staates

Zunächst ist es faktisch so, dass Präsident Trump, der auf Zusammenarbeit und Entwicklung setzt, dem Gegenspielern um den Kriegstreiber Paul Wolfowitz, welcher auf Konfrontation und Herrschaftsbeziehungen setzt, unterlegen ist. Die Macht des tiefen Staates zeigte sich aktuell in den im Kongress und Senat beschlossenen weiteren Wirtschaftssanktionen gegen Russland, Iran, China. Das Establishment (vertreten durch Wolfowitz, die Clintons und Obama) diktiert dem Rest der Welt die Spielregeln. Diese US Politik entspricht eher den 1970er Jahren. Die hinzugetretenen Mächte Russland und China finden in dieser Politik keine Entsprechung und faktische Anpassung der US-Politik an die gegenwärtige Machtverhältnisse.

Innenpolitische Zielsetzungen von Präsident Trumps werden in der Umsetzung massiv behindert. Auch das FBI scheint mit den weiteren Enthüllungen und Festnahmen um Pizzagate / Pädogate nicht von der Stelle zu kommen. Auch hier wirkt der tiefe Staat mit seinen verdeckten Strukturen hinein.

Bildbeschreibung und Interpretation.

Der abgebildete kleine Junge schaut hoch zu seinem Luftballon. Er erkennt seine eigenes Potenzial im Spiel mit seinem Ballon. Auf der Höhe des Ballons ist die Freiheitsstatue abgebildet. Diese ist jedoch (für den Betrachter) teilweise vom Ballon verdeckt. Dies wirkt widersprüchlich, weil gleichzeitig Ballon und Freiheitsstatue symbiotisch verbunden zu sein scheinen. Die Kontrastfarben rot / schwarz und rot / grün binden die Aufmerksamkeit des Betrachters.

Alle abgebildeten Fenster in der sich gewaltig erhebenden Gebäudefassade sind schmucklos, ohne Gardinen, ohne Leben hinter den Fenstern. Fast scheint es so, als sei das große Gebäude unbewohnt, ungenutzt. Die Aufgabe der Belebung des sehr großen Gebäudes ist die Metapher für die marode Infrastruktur und die hinkenden Industrien der USA. Dem kleinen Jungen, heute noch mit seinem Ballon spielend, wird zukünftig die Aufgabe zufallen, das gewaltig große Gebäude zu beleben. Heute steht er mitten im Bild und drückt kindlichen Tatendrang, Kraft und Optimismus aus.

Die gesellschaftliche Aufgabenstellung ist durch die Gebäudefassade als gewaltig dargestellt.

Über Natango Fietkau

Der Leipziger Maler stellt seit Jahren nicht mehr öffentlich aus. Natango nimmt islamkritische Positionen ein, formuliert an das Establishment adressierte Kritik. Natango ist rechtskräftig verurteilt und tritt Anfang September 2017 die Ersatzfreiheitsstrafe in der JVA Leipzig an. Er ist der erster Maler, der wegen seiner Kunst seit Gründung der Bundesrepublik inhaftiert wird.

Erotik und Geopolitik

In den letzten Jahren verbindet Natango erotische Darstellungen mit gesellschaftskritischen Bezügen. Dies gilt insbesondere für das Gemälde „ Salomé tanzt (tötet Merkel)“. Aufmerksamkeit fanden Arbeiten wie „Alan kocht Suppe (Greenspan)“, sowie „Der Rettungsschirm ( Merkel). Mit dem Gemälde „Schreibtisch, Pussy, Locher“ wurden erotische Darstellungen im Büro neu definiert.

Detailangaben zum Gemälde

Amerika great again (Me and my balloon)

Öl auf Leinwand

100 x 70 cm

Leipzig 2017

Falls jemand den Künstler unterstützen möchte, beispielsweise durch Ankauf eines seiner Werke, leiten wir gerne Kontaktanfragen an Natango Fietkau weiter.

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3 Kommentare

  1. Was ist sein Verbrechen?

    Hat er etwa den Koran zitiert?

    Nichts diffamiert den Islam bekanntlich mehr als der Koran.

    • Irgendein Bild hat nach Auffassung der Gutmenschenjustiz jemanden beleidigt.
      Daher wurde das von Amts wegen verfolgt.

      25 Tagessätze á 10 Euro sind fast nichts. D.h. dass der Herr Fietkau ALG II oder Sozialhilfe erhält.

      Interessant sind auch die Gerichtskosten von über 3000 Euro. Vielleicht kann mal jemand erklären, wie man da auf so eine Summe kommt? Hat das mit den Kosten der Nebenklage zu tun?

  2. Es gab einmal einen politischen Witz, in dem Willy Brandt und Erich Honecker sich anlässlich eines Staatsbesuchs trafen. Als beide unter 4 Augen sind, sagte der Willy: „Ich besitze eine Sammlung mit politischen Witzen über mich.“ Darauf antwortet der Erich: „Und ich habe eine Sammlung mit den Witzerzählern.“

    In der Merkelkratur sind wir längst wieder im Linksfaschismus angekommen, denn oberflächlich denkende politische Richtungen vertragen keine Kritik und keinen Humor. Die diffizilen Ausdrucksmöglichkeiten der Kunst sind ihnen dabei immer besonders suspekt. Auch der in linken Kreisen immer wieder gern bemühte Adi hatte seine Probleme mit der falschen Kunst. Und was dem Adi recht ist …

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