Le Pen: Frexit und Franzosen zuerst!

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Am Wochenende veröffentlichte der Front National ein neues Werbevideo mit den wichtigsten Wahlversprechen von Marine Le Pen.

Dazu gehört an allererster der Stelle der Frexit. Innerhalb von sechs Monaten soll nach einem Wahlsieg das notwendige Referendum durchgeführt werden.

Le Pen will die heimische Wirtschaft stärken und Zuwanderung drastisch begrenzen.

Wie in anderen Ländern sollen bei der Arbeitsplatzvergabe Franzosen bevorzugt werden. Ausländische Bewerber können dann nur noch eingestellt werden, wenn der Arbeitgeber nachweist, dass aus den Bewerbern kein geeigneter Franzose ausgewählt werden konnte. In Südafrika und vielen anderen Ländern gelten seit Jahren solche Regelungen.

Auch bei der Vergabe von Sozialwohnungen sollen fortan Franzosen bevorzugt werden.

Eine Stichwahl zwischen Le Pen und dem „Konservativen“ Fillon wird als wahrscheinlich angesehen. Kaum jemand räumt den Sozialisten noch echte Chancen auf einen Wahlsieg ein.

Die Franzosen haben die Wahl zwischen zwei Alternativen, wenn sie bereit sind, in den jeweils sauren Apfel zu beißen, den Le Pen oder Fillon für taktische Wechselwähler mit im Gepäck haben.

Fillon verspricht ebenso eine deutliche Senkung der Zuwanderung und Aufstockung von Polizei und Sicherheitskräften zur Bekämpfung von Kriminalität und Terror, aber gleichzeitig will er den EU-Kurs fortsetzen. Wie Brüssel mit Verweigerern der Sparpolitik und Aufnahme von Flüchtlingen umgeht, hat man am Beispiel Griechenland oder Ungarn gesehen. Ernsthaft wurden sogar Sanktionen gefordert, weil Orban die in der EU-„Verfassung“ festgeschriebene Grenzsicherung auch tatsächlich umsetzt. Wie glaubwürdig erscheint Fillon den Wählern hinsichtlich der Korruptionsvorwürfe?

Für Sozialisten hat Le Pen ein attraktives Umverteilungspaket geschnürt, das man auch in jedem Wahlprogramm europäischer Linksparteien findet. Nur sollen diese eben bevorzugt den Franzosen zugute kommen. Für Internationalsozialisten ist das natürlich ein Greuel, aber wenn es um die eigenen Belange geht, waren Linke noch nie besonders pingelig, wie man am Beispiel Griechenland sieht. Dort konnte die linke „Syriza“ nur durch eine Koalition mit den Rechten die Regierung bilden und den umjubelten Tsipras als Retter der Entrechteten von der „europäischen Linken“ feiern lassen.

Le Pen hat in Frankreich den Spieß umgedreht und könnte damit Erfolg haben.

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1 Kommentar

  1. Nachdem nun der geistige Minderleister Hollande dem Elsass als Tourismusumagnet und Vermatschung der Region mit dem Departement die Eigenheiten nehmen will ( keine deutsche Sprache mehr ), wird die Region
    dem Unverstand des Zentralisten linker Couleur geopfert.
    Die Elsässer werden mit Riesenabstand Marine wählen.
    Das ist diesem Hornochsen aber egal. Er hat das Elsass schon mit dem Sandnxxxxxxxx aus dem Maghreb geflutet. Der denkt wie Murksel:
    „Was juckt es mich, morgen bin ich weg.“

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