Die Helaba Landesbank Hessen-Thüringen weist im ersten Halbjahr 2020 ein IFRS-Konzernergebnis vor Steuern von -274 Mio. Euro aus (Vorjahr: 325 Mio. Euro). Nach Steuern lag das Konzernergebnis bei -185 Mio. Euro (Vorjahr: 255 Mio. Euro).

Euro Zeichen FFM – foto: O24

„Die Verwerfungen an den Kapitalmärkten im Zuge der Corona-Pandemie haben auf unsere Bilanz durchgeschlagen. Die in der Rechnungslegung gebotene Marktbewertung hat das Ergebnis stark belastet und führt zu einem Bewertungsverlust von rund 300 Mio. Euro. Diese negativen Bewertungseffekte auf die Bestände unserer zum großen Teil auch öffentlichen Schuldner sind aber nur temporärer Natur. Sie werden sich über die Laufzeit wieder weitgehend ausgleichen, sodass wir hier unter dem Strich keine nennenswerten Verluste zu erwarten haben“, erläutert Thomas Groß, Vorsitzender des Vorstands der Helaba. „Unser diversifiziertes Geschäftsmodell gibt uns in dieser gesamtwirtschaftlichen Krise Stabilität. Die operativen Erträge entwickeln sich sehr erfreulich, wie deren Wachstum von rund 6 Prozent im ersten Halbjahr zeigt. Der Zinsüberschuss ist um gut 7 Prozent gestiegen, das Provisionsergebnis zeigt sogar ein überaus erfreuliches Plus von mehr als 13 Prozent. Stabile Erträge kommen zudem aus den Immobilienbeständen. Aufgrund der zu erwartenden Auswirkungen der Pandemie auf die Realwirtschaft haben wir die Risikovorsorge vorausschauend erhöht. Wir werden unseren Kunden auch in dieser schwierigen Zeit als starker Partner zur Seite stehen.“

Mit Blick auf das Gesamtjahr erklärt Groß: „Die Corona-Pandemie und damit verbundene Unsicherheiten werden uns alle weiter begleiten. Daher bleiben wir dabei, dass wir von einer konkreten Ergebnisprognose für das Gesamtjahr absehen. Nur so viel: Auch wenn das operative Geschäft im zweiten Halbjahr weiterhin gut läuft, werden vor allem die Bewertungseffekte unser Jahresergebnis erheblich belasten. Wir können deshalb aus heutiger Sicht auch einen Verlust nicht ausschließen.“

3 KOMMENTARE

  1. „Bewertungseffekte“ = totale Kreditausfälle. Framing vom Feinsten.

    „Unser diversifiziertes Geschäftsmodell gibt uns…… Stabilität“…..Muahahaha
    Jetzt schieben sie ihre Verluste FRECH auf die Corona-„Verwerfungen“, obwohl sie schon im Vorjahr (also vor Corona) herbe Verluste eingefahren haben, mit ihrem lausigen „Geschäftsmodell“.

    Die negativen „Bewertungen“ sind „nur temporärer Natur“ (Wer`s glaubt wird selig)

    Die Verluste werden sich über die Laufzeit wieder „ausgleichen“, so dass „kein nennenswerter“ (Definition ?) Verlust eintreten wird, führt der feine Herr sinngemäß aus.

    Im letzten Satz folgt dann das genaue Gegenteil, nämlich die Wahrheit:

    „Wir können deshalb einen Verlust nicht ausschließen“.

    Fazit: Wer zahlt die Zeche? Der Steuerzahler !

    A propos: Die österreichischen Raiffeisenbanken verlautbaren heute, dass sie DIE SPAREINLAGEN (!) zum Ausgleich der Verluste heranzuziehen gedenken.

    Die „neue Normalität“ gewinnt an Kontur.

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