Oha, jetzt ist es „amtlich“: Deutschlands Glamourpaar unter den Salonkommunisten kündigt nun endgültig die bereits mehrfach angekündigte „Linke Plattform“ an. Was den Verlautbarungen zu entnehmen ist, lässt nichts Gutes erahnen. „Parteiübergreifend“ bedeutet, dass die üblichen Verdächtigen aus SPD, LINKE und GRÜNEN als alter Wein in neue Schläuche gefüllt werden. Was soll dabei schon heraus kommen. Wer die gesellschaftliche Spaltung überwinden will, muss die Rechten mit einbeziehen, alles andere sind Lippenbekenntnisse. (vdr)

Sahra Wagenknecht - foto: O24
Sahra Wagenknecht – foto: O24

Der Tagesspiegel: Oskar Lafontaine und Sahra Wagenknecht wollen die angestrebte parteiübergreifende linke Plattform vor allem im Internet verankern und gesellschaftlich so breit wie möglich aufstellen. Dies versicherten beide in separaten Gesprächen mit der Onlineausgabe des Tagesspiegels, in denen der Gründer und ehemalige Parteichef der Linken und die Fraktionsvorsitzende der Partei im Bundestag ihre Vision einer Sammlungsbewegung begründen, die nach Aussage von Wagenknecht im September offiziell ihre Arbeit aufnehmen soll.

Lafontaine und Wagenknecht betonten, dass es ihnen nicht um die Spaltung der Partei die Linke gehe, sondern um die Frage, wie man verhindern könne, dass „die Rechte die kulturelle Hegemonie übernimmt“, wie Lafontaine sagte. Er könne verstehen, dass man ihm und seiner Ehefrau vorhalte, sie wollten eine Bewegung von oben initiieren. Selbstverständlich wäre es besser, wenn diese Sammlungsbewegung sich von unten, aus der Gesellschaft heraus entwickeln würde. „Aber sollen wir denn gar nichts tun und tatenlos zusehen, wie die Rechte immer stärker wird? Wenn wir so weitermachen wie bisher, landen Linke, Grüne und SPD bei der nächsten Bundestagswahl bei 30 Prozent.“