Chip / Symbolbild

2021 wird das Jahr der großen Veränderungen. Und die Regierungen weltweit führen natürlich nur Gutes im Schilde zum Wohle aller Bürger, was denn sonst. Wer das "Ermächtigungsgesetz" aufmerksam gelesen hat, dem dürfte nicht entgangen sein, dass die Bundesregierung jederzeit Zwangsimpfungen anordnen kann. So steht es geschrieben unter Paragraph 20 Absatz 6

Wer in den letzten Jahren meine kritischen Artikel zu Bitcoin und sonstigen Kryptowährungen gelesen hat, der kennt auch meine "Anlagestrategie". Natürlich ohne Gewähr! Wer monatlich Geld in Lotterien verpulvert oder mit dem Rauchen aufgehört hat, sollte das Geld, wenn er schon mit Kryptowährungen spekulieren möchte, dafür nutzen. Legt man für den wöchentlichen Lottotipp eine Summe von 10 Euro zugrunde, wären das im Jahr 520 Euronen.

2021 wird vom Kampf der Konzerne und Großbanken um die Herrschaft über die digitalen Währungen geprägt sein.

Deutsche Bank Filiale - foto: O24
Deutsche Bank Filiale - foto: O24

Die Deutsche Bank will 200 Filialen schließen, bei der Tochtergesellschaft Postbank sollen 50 Standorte aufgegeben werden. (1) Um die Aktien des ehemaligen Flaggschiffs der deutschen Finanzindustrie ist es derzeit nicht gut bestellt. (2). Und nun greift Facebook die EZB an, um noch vor dem Start des E-Euros, die digitale Währung Libra auf den Markt zu bringen. (3) Den Siegeszug der Chinesen werden all diese Bestrebungen wohl nicht aufhalten. Der E-Yuan für 2021 ist so gut wie sicher und die Chancen deshalb hoch, dass er auch den Dollar als Leitwährung in der künftig geplanten Blockchaindiktatur ablösen wird.

Nach Berichten von Business Insider plant die EZB bereits im nächsten Jahr umfangreiche Testphasen für den E-Euro in mehreren Regionen "Europas". Wenn alles zufriedenstellend verläuft, steht der Einführung im Januar 2022 nichts mehr im Wege. Der Termin liegt nach den Bundestagswahlen, die im September 2021 stattfinden sollen. Es bleibt spannend, wie die Parteien das Thema im Wahlkampf behandeln werden. Entgegen den Tatsachen behaupten sogenannte Startups immer wieder, die Blockchaintechnologie sei besonders nachhaltig und ressourcenschonend. Zu Propagandazwecken werden gerne GEZ-Prominente vorgeschickt.

Die Insider haben recht behalten. Im Juni berichteten wir, dass sich Paypal auf den Einstieg in die Blockchaintechnologie vorbereitet. Mit einem Schlag würden 325 Millionen Kunden Zugang zu Kryptowährungen erhalten. Nun ist es soweit, verkündet der Konzern. Der nächste Schritt in Richtung Bargeldabschaffung ist vollzogen.

https://twitter.com/Reuters/status/1318883149657657352

Putin hat schon wesentlich früher als europäische Regierungschefs darüber nachgedacht, eine nationale Kryptowährung herauszubringen (1). Das Handelsblatt (2) berichtete bereits 2017 von entsprechenden Plänen, die aber dann doch nicht umgesetzt worden sind. Jetzt soll es allerdings soweit sein, schreibt RT (3) mit Bezug auf einen Bericht der russischen Zentralbank.

Das ist keine große Überraschung nach dem Vorstoß der EZB, dem Beispiel der Chinesen zu folgen, deren staatliche Kryptowährung wohl als erste an den Start gehen wird. Anders als die von Lagarde zusammengetrommelte Expertentruppe ist die russische Zentralbank immerhin ehrlich. Der Erwerb des digitalen Rubels soll begrenzt werden und Transaktionen seien nicht mehr anonym, heißt es in dem Bericht. Die Taktik dürfte sich aber nicht wesentlich von der EZB-Vorlage unterscheiden und die Einführung des Kryptorubels als parallele Währung nur eine Übergangslösung darstellen bis zur vollständigen Abschaffung des Bargelds.

Nicht nur in Ost und Fernost werden Kryptowährungen als Zukunftsmodell gepriesen, auch die islamische Welt steht der Blockchaintechnologie positiv gegenüber. 2018 klärte bereits ein Gutachten, dass Kryptowährungen halal und total schariakonform seien und eine Moschee deshalb Spenden in Form von Bitcoin akzeptieren darf.

Bildquelle: ECB / Press Release

Am Freitag gab die EZB die neuesten Termine für den Fahrplan zum Einstieg in den Digitalen Euro bekannt. Am 12. Oktober startet zunächst ein "Probelauf" als Modellversuch, danach soll an den Feinheiten geschliffen werden. Es bleibt im Wesentlichen dabei, dass der herkömmliche Euro und damit das Bargeld (noch) nicht abgeschafft werden. "Der Euro gehört den Europäern und unsere Mission ist es, sein Hüter zu sein", sagte EZB-Chefin Lagarde. „Die Europäer wenden sich zunehmend dem Digitalen zu, wenn sie Geld ausgeben, sparen und investieren. Unsere Aufgabe ist es, das Vertrauen in Geld zu sichern. Dies bedeutet, sicherzustellen, dass der Euro für das digitale Zeitalter geeignet ist. Wir sollten bereit sein, bei Bedarf einen digitalen Euro auszugeben. “ (1)

In den Aussagen sind gleich mehrere Lügen mehr oder weniger geschickt verpackt, die so oder von der breiten Masse nicht erkannt werden. Zunächst einmal gehört der "Euro" der EZB und nicht den "Europäern". Nicht einmal alle EU-Staaten haben ihre Landeswährung abgeschafft, denn der Euro brachte nur für die inflationsgebeutelten Südländer einschließlich Frankreich Vorteile mit sich. So blöd waren nur die Deutschen, denen der Tausch gegen die D-Mark als Erfolgsgeschichte aufgeschwatzt wurde. Die größten Nettozahler werden ebenso darüber hinweg getäuscht, dass die Einführung des "Digitalen Euros" nichts anderes als eine weitere Erhöhung der Geldmenge bedeutet, denn "bargeldloses Zahlen" geht auch mit dem alten Euro recht bequem. Dafür braucht es keinen neuen. Nach dem erfolgreichen Launch, zu dem es irgendwann nach dem Brexit-Theater kommt, folgt die schleichende Währungsreform und damit der Übergang zum vollständig nachverfolgbaren Kryptoeuro, einhergehend mit einer schmerzhaften Enteignung aller noch vorhandenen Werte, die noch nicht unter Kontrolle der kriminellen Zentralbanken stehen.

PayPal Headquarter / Foto: wolterk / 123RF Standard-Bild

Weltweit nutzen über 325 Millionen Kunden die Dienste von Paypal. Anfang des Jahres hat der Konzern bereits eine Forschungsoffensive ins Leben gerufen und um Experten geworben, die für das Unternehmen die Möglichkeiten der zur Nutzung der Blockchaintechnologie auszuloten. Wie das Portal Coindesk unter Berufung auf drei Insider berichtet, sollen die Kundenkonten innerhalb der nächsten drei Monate mit der Option des Ankaufs und Verkaufs von Kryptowährungen aufgerüstet werden. Paypal hat sich bisher nicht zu den Plänen geäußert, auch sei nicht bekannt, welche Kryptowährungen ins Programm aufgenommen werden sollen. Überraschend ist das Manöver allerdings nicht. Längst haben erste Banken die Einstiegshürden für ihre Kunden im Handel mit Kryptos gesenkt, Dienstleister, wie Coinbase werden immer beliebter und buhlen um die Gunst der Kundschaft, die offen für den bargeldlosen Zahlungsverkehr ist.

Wenn auf einen Schlag 325 Millionen Kunden Zugang zu Kryptowährungen haben, steigen vermutlich nicht nur die Kurse der ausgesuchten Coins, sondern auch die Akzeptanz des "digitalen Geldes" bei der breiten Masse, die bisher Berührungsängste hatte. Das passt sehr gut zu den weiteren geplanten Verschärfungen der Einschränkungen im Bargeldverkehr und Lagardes Bestrebungen, einen Krypto-Euro einzuführen.