Testlauf zur Blockchaindiktatur: Indien will freie Kryptowährungen verbieten

Indien darf mal wieder als Testlabor herhalten. 2016 scheiterte das Land mit einer Einschränkung des Bargeldverkehrs, die einer Abschaffung gleichkam. Die Erkenntnisse daraus sind durchaus nützlich für die Zentralbanker, allen voran EZB-Chefin Lagarde, denen das Bargeld schon lange ein Dorn im Auge ist. 

Jetzt will die "größte Demokratie" der Welt den freien Kryptowährungen ans Leder und strebt ein Verbot an. Dadurch soll eine staatliche Kryptowährung begünstigt werden. In der EU laufen in Kürze die ersten "Versuche" mit dem digitalen Euro, der Anfang 2022 eingeführt werden könnte. Bitcoin und Co. stehen den Plänen im Weg. Der aktuelle Hype befeuert das Interesse der Verbraucher, wenn es dann daran geht, eine Kryptowährung als Zahlungsmittel zu etablieren, ist eine Regulierung bis hin zum Verbot mehr als wahrscheinlich. Wer jetzt noch satte Gewinne einfährt, hat noch etwas Zeit zum spekulieren. Nach den Bundestagswahlen - auf keinen Fall früher - wird es aber ernst. Indien liefert die ersten Rohdaten und die staatliche kontrollierte Digitalwährung rückt näher. 

Kryptofans sehen das meistens anders und glauben nach wie vor an die Chancen, die Bitcoin und Co. bieten. Möge der nette junge Mann recht behalten, allein, mir fehlt der Glaube.