Krisenvorsorge und Bargeldverbot: Ist wirklich nur Bares Wahres?

euro münzen

Beim Weltwirtschaftsforum in Davos plädiert Deutsche-Bank-Chef John Cryan für eine Abschaffung des Bargelds, weil es verdammt teuer und ineffizient sei und nur Kriminellen nütze.

„Nur Bares ist Wahres“ das denken immer weniger Deutsche und Omas Sparstrumpf unter dem Kopfkissen ist vom Aussterben bedroht sollte man meinen, wenn man sich diese Statistik anschaut. Rund 65 % der Befragten gaben an, dass sie zuhause kein Bargeld sparen – allerdings muss dazu auch etwas übrig bleiben, was sich beiseite schaffen lässt.
Statistik: Gründe, warum die Deutschen zu Hause Bargeld ansparen bzw. zurücklegen | Statista
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Der Handel indes ist nicht überzeugt von einem schnellen Rückzug des Bargelds, viele Deutsche vertrauen nicht so sehr in den bargeldlosen Zahlungsverkehr und haben Angst vor Verlust von Kennwörtern und Daten.

Eine Abschaffung des Bargelds würde über Nacht den Druckern von Falschgeld das Handwerk legen, so argumentiert der Deutsche Bank Chef weiter.

Aber damit wird nur das Geschäftsmodell der Banden zerstört, die kriminelle Energie dieser Dunkelmänner wird sich neue Wege suchen. Konkurrenz hat man in so ehrenwerten Häusern wie der Deutschen Bank eben nicht so gerne, schon gar nicht wenn das Geschäftsmodell im Grunde 1:1 kopiert wird. Die Geldfälscher fälschen letztlich nur Zertifikate, ansonsten tun sie dasselbe, was die Banken machen – sie erhöhen die Geldmenge, sie erschaffen Geld aus dem Nichts ohne dafür einen Gegenwert bereit zu halten.

Banken drucken freilich keine Banknoten, sondern schöpfen das Geld per Kreditvergabe, der Wert der dieses Geld decken soll(-te) ist nur ein leeres Versprechen in die Zukunft, die nicht selten in Immobilienblasen „plötzlich und unerwartet“ zerplatzt.

Mit einem Bargeldverbot ist die totale Kontrolle über den Zahlungsverkehr möglich – nichts entgeht mehr den Behörden, dem Finanzamt, nicht mal Taschengeld für die Kinder oder fünf Euro als Dankeschön für einen Sack Äpfel vom Nachbarn lassen sich ohne die wachsamen Augen von „Vater Staat“ noch von Hand zu Hand reichen.

In diesem Sinne ist und bleibt Bargeld als Zahlungsmittel ein Stück „Gedruckte Freiheit“ – die es zu verteidigen gilt – für den privaten Austausch von Gütern und Dienstleistungen bliebe sonst nur die Rückkehr zum Tauschhandel nach dem Motto „Eine Hand wäscht die andere.“ Doch mit dem Euro als alleiniges gesetzliches Zahlungsmittel stünde oder steht man auch heute mit solchen geldwerten Leistungen auf unsicherem  Terrain – bekommt das Finanzamt von solchen „Transaktionen“ Wind, droht nicht selten Ungemach.

Damit Bares aber tatsächlich auch das einzig Wahre ist, kommt es nicht so sehr darauf an, was drauf steht, sondern was dahinter steckt. In unserem System nichts als heiße Luft!

Im Gegensatz zu Euromünzen und Banknoten hat physisches Gold und Silber einen tatsächlichen Wert. Man kann für den Einsatz als Krisenwährung über zahlreiche Webseiten Vorräte anlegen.

Aber wird in Notzeiten nicht eher ein Sack Kartoffeln gegen eine Packung Zigaretten oder ein teures Smartphone, so es denn noch ein verfügbares Netz gibt, getauscht?

Wer würde nach einem Crash ihm unbekannte Münzen akzeptieren und darauf vertrauen, dass sie wirklich das angegebene Edelmetall enthalten? Wie sich der Markt nach einer späteren Erholung entwickeln wird, das wäre die nächste Frage.

Aber in Krisenzeiten geht es stets nur um den Augenblick, schließlich muss man täglich essen und trinken. Ich halte nicht sehr viel von dieser Art der Krisenvorsorge, den meisten Reibach haben in solchen Zeiten stets die Bauern und Schmuggler gemacht, also diejenigen, die reale Waren zu Markte tragen konnten.

Es hat eben seinen Grund, warum sich manche in der richtigen Schreibweise von Warenhaus oder Wahrenhaus etwas unsicher sind. 

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Wolfgang van de Rydt
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1 Kommentar

  1. Bargeldgrenze, Bargeldverbot – Nächster Schritt zur totalen Bevölkerungskontrolle Die Bundesregierung argumentiert mit Terrorismusbekämpfung. Dabei reichen die politischen Einflussmöglichkeiten viel weiter. „Es geht aus unserer Sicht darum, zu verhindern, dass die Bürger ihr Geld von der Bank im Falle negativer Zinsen abheben können. Staatliche Zugriffe auf Privatvermögen und Geldsperrung in Krisenzeiten sind nach der Umsetzung der Bail-In-Regel und dem Bargeldverbot dann nur noch einen Knopfdruck entfernt“ Als Grund für diese Einschränkung bürgerlicher Freiheitsrechte wird die Bedrohung durch den internationalen Terrorismus genannt. Die EU-Geld-Richtlinie 2009/110/EG. Darin ist exakt festgezurrt, wie der Geldverkehr künftig abzulaufen hat. Nämlich mittels …… „elektronischer Geldbörse“: Bankkarten, Kreditkarten, auch Mobiltelefone dienen als Zahlungsmittel und Speichermedium für E-Geld.

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