Kosovo: Strasse soll nach Milošević benannt werden

In der autonomen Republik Kosovo soll eine Straße nach Slobodan Milosevic benannt werden. Dieser Vorschlag wird derzeit von Bürgermeister Mikic  der Serbischen Liste in der Stadt Ranilug geprüft.

Von Aufarbeitung und Versöhnung nach dem Krieg sind die serbischen Politiker in der Region mit solchen Vorstößen wohl weit entfernt. Erst im Januar hatte es schwere Unruhen in Pristina gegeben, auch befeuert durch Provokationen durch die serbische Minderheit.

Auch in Kroatien klagen  die einflussreichen Kriegsveteranen immer wieder über Provokationen durch die serbische Minderheit – wohl nicht ganz zu Unrecht.

Der Kosovo ist das ärmste Land Europas – nach der Vertreibung der Kosovo-Albaner durch Milosevic und dem Bombardement von Jugoslawien durch die NATO 1999 wurden viele Serben und andere Minderheiten ihrerseits durch die albanische Mehrheit vertrieben. Es kehrt wohl nie wirklich Ruhe ein in der Region.

2004 entlud sich der Zorn der albanischen Mehrheit  in pogromähnlichen Ausschreitungen als der Tod von drei kosovo-albanischen Jungen durch Ertrinken bekannt wurde. Die Zeitungen berichteten, dass die Kinder von serbischen Jugendlichen mit Hunden in den Fluss gehetzt wurden – spätere Untersuchungen konnten das nicht belegen.

Daraufhin kam es in der ganzen Region zu Großdemonstrationen und Ausschreitungen – serbische Häuser und Kirchen wurden in Brand gesetzt, tausende Serben und Roma wurden vertrieben, es gab viele Verletzte und 19 Tote.

Was passiert wohl, wenn die Milosevic Strasse genehmigt und eingeweiht wird?


Nachrichtenquelle: Liveleaks

Bildquelle:

By U.S. Air Force/Staff Sgt. Brian Schlumbohm.PRODUCER at en.wikipedia [Public domain], from Wikimedia Commons

 

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