Klonovsky kündigt Erklärung noch vor Parteitag an: Hat es sich bald ausgepretzellt?

Die AfD gerät wohl noch vor den richtungsweisenden Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen in eine ernste Krise, die man neudeutsch auch #Pretzellgate oder etwas altbacken, Klonovsky-Affäre nennen könnte.

Pretzell photo
Photo by Metropolico.org

Nach der Strafanzeige wegen nicht geleisteter Sozialabgaben gegen NRW-Landeschef und Petry-Gatte Pretzell veröffentlichte Michael Klonovsky auf seiner Homepage einige brisante Details und kündigte an, noch vor dem Parteitag am 22. April in Köln zu der Sache eine Erklärung abzugeben.

Es sei zu keinem grundlegenden Zerwürfnis zwischen ihm und der AfD gekommen, so Klonovsky, er habe nur einige Einsichten gewonnen, was ein spezielles Personalsegment dieser Partei anginge.

Was den leidigen Herrn Pretzell beträfe, dessen so „bizarres wie verlogenes Rückzugsgefuchtel“ er mit einer gewissen literarischen Neugier verfolge, wolle er die Auslage seines kleinen Eckladens nun doch mit einigen Einblicken in die „Werkstatt eines Gauners verunzieren.“

Pretzell  hatte dem Focus gegenüber erklärt, dass zwischen ihm und Klonovsky nie ein Arbeitsvertrag bestanden habe, nachdem die Strafanzeige gegen ihn publik wurde.

Klonovsky veröffentlichte dazu zwei Screenshots von einem SMS Wechsel mit Pretzell, die Pretzell gar nicht gut aussehen und den Schluss zu lassen, dass er in der Sache gelogen hat.

In einer SMS bedankt sich Pretzell  für eine Rede, die Klonovsky ihm zum Tag der deutschen Einheit geschrieben hat. Einen Tag später mahnt Klonovsky die mittlerweile ausstehenden Zahlungen von insgesamt 20.000 Euro an und fragt, wann er denn das Geld nun bekäme oder ob er sich einen neuen Nebenjob suchen müsse.

in einer weiteren SMS vom 4. September 2016 bedankt sich Pretzell  für eine von Klonovsky verfasste Rede für seine Bewerbung zur Spitzenkandidatur in NRW. Somit dürfte Pretzell in ziemlichen Erklärungsnöten sein. Zudem sind 20.000 Euro für einen bald 5-fachen Vater kein Pappenstiel.

Auch eine Kopie von einem Schreiben der Rentenversicherung legt Klonovsky zum Schluss noch vor. In dem Bescheid teilt die Behörde mit, dass sein Arbeitgeber (Pretzell) ihn am 01.07.2016 angemeldet und gleich wieder abgemeldet habe.

Sicher haben auch in anderen Parteien die Gründerväter und Frauen ihre Affären und noch dunklere Flecken auf der Weste, als man sie bei Pretzell vermuten könnte. Allerdings kamen diese schmutzigen Details erst ans Licht, als sie schon fest im Sattel saßen, man denke an die Pädophilie-Affäre der Grünen, eine Pistole im Kofferraum von Joschka Fischers Wagen, mit der Heinz-Herbert Karry erschossen wurde etc. etc.

Zwei Schlüsse kann man schon jetzt aus der sich abzeichnenden Affäre ziehen. Die AfD-Spitzen sind nicht intelligent genug, ihren Dreck solange unter den Teppich zu kehren, bis die Felle im Trockenen sind – und das will im Vergleich zu den Grünen nun wirklich etwas heißen – oder aber, die Parteibasis hat noch die einmalige historische Chance, klar Schiff zu machen, bevor es bundesweit an Bord geht. Käpt’n Petry und Steuermann Pretzell wären dann wohl nicht mehr von der Partie bei dieser lustigen Seefahrt, wenn die AfD nicht dasselbe Schicksal wie die Piraten erleiden will.

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