Der deutsche Jahresbeitrag zur EU könnte ab dem kommenden Jahr um 42% steigen, schreiben heute die Zeitungen, die kaum noch jemand liest. Wir lesen auch von dem bekannten New Yorker Finanzprofessor Nouriel Roubini, der uns ein Jahrzehnt mit „Desaster und Verderben“ vorhersagt. Zudem nimmt die Hysterie über eine „zweite Welle“ schon wieder sichtbar zu. Wie passt das mit den vielen Nachrichten vom Wochenende über die autonome Zone in Seattle zusammen? Ganz einfach: hinter all diesen Themen und Entwicklungen steckt die Bereitschaft von Politikern, für Machterhalt und ideologische Ziele in dieser aufgeladenen und sozial gespaltenen Welt das ganze Haus zu verwetten.

Die Bürgermeisterin von Seattle, eine Politikerin der Demokraten, die Barack Obama befördert hat, verwettet ihren Job (politisch gesprochen das ganze Rathaus), um Donald Trump mit ihrer von Linksradikalen beherrschten autonomen Zone zu provozieren. Die lokale Polizei will den umstrittenen Stadtteil zurück erobern. Es gibt bereits Petitionen, um sie aus dem Amt zu jagen. Eine Erhöhung des EU-Beitrags von Deutschland um 42% – und der Schuldenrausch, der diesem enormen (drohenden) Anstieg zugrunde liegt, ist ebenfalls eine Hop-oder-Top-Wette: und zwar auf die EU. Und woran uns die ominöse Warnung des Finanzprofessors erinnert, ist der simple Umstand, dass die politische Kaste wegen Corona die komplette Wirtschaft gegen die Wand gefahren hat. Früher haben Regierungen für den Machterhalt und die Durchsetzung wichtiger politischer Ziele einzelne Positionen verraten oder Parteifreunde ausgeschaltet. Heute wird gleich das ganze Land verwettet …