Symbolfoto Polizei by: schmidt13 / 123RF Standard-Bild

Die nordrhein-westfälische Polizei hat innerhalb weniger Monate die Zahl der Fahnder im Bereich des Kindesmissbrauchs von rund 105 auf 220 aufstocken können. Das ergab eine Umfrage der Düsseldorfer “Rheinischen Post” (Dienstag) unter allen Kreispolizeibehörden des Landes, die das Landeskriminalamt (LKA) zusammengefasst hat. Demnach wurden die Kräfte aus anderen Direktionen der Polizei abgezogen. Insbesondere erfolgte die Verlagerung der Stellen aus den Bereichen des Wohnungseinbruchs und der Straßenkriminalität.

Zur Bekämpfung der Kinderpornografie sind laut LKA spezielle Kenntnisse erforderlich. “Aus diesem Grunde wurde Wert darauf gelegt, dass möglichst erfahrene Sachbearbeiter in diesem Deliktsbereich eingesetzt werden”, sagte LKA-Sprecher Frank Scheulen. Und die Maßnahme zeigt bereits Erfolge im Kampf gegen Kinderschänder: So konnte die Anzahl nicht vollstreckter Durchsuchungsbeschlüsse von 557 auf 428 verringert werden, wie die Umfrage ergab. NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) hatte im Juni dieses Jahres die Kreispolizeibehörden des Landes aufgefordert, die Stellen im Kampf gegen Kindesmissbrauch so schnell wie möglich zu verdoppeln.