Keine Spur im Mordfall Lübcke, aber es muss mindestens ein Reichsbürger gewesen sein

Die Kommentare zum Mord an Regierungspräsident Lübcke lieferten den Hofberichtserstattern eine Steilvorlage. Obwohl es bislang keine Spur von einem möglichen Täter gibt, wird der Verdacht auf “Rechtsextremisten oder Reichsbürger” gelenkt. Derweil jammert Horst Seehofer über den “Niedergang der menschlichen Moral.” Bei t-online hat man nichts besseres zu tun, als ein paar alte Tweets von Erika Steinbach auszugraben mit der Irrsinnsschlagzeile “Erika Steinbach heizte Hass auf Walter Lübcke neu an” um Klicks zu betteln.

Der Tagesspiegel ist mit von der Partie: 

Eine Sprecherin des Landeskriminalamts Hessen bestätigte dem “Tagesspiegel”, dass die Zahl der Ermittler zum Mord an Lübcke deutlich erhöht wurde: In der Soko seien jetzt 50 Beamte aktiv, zuvor waren es 20. Eine heiße Spur gebe es aber noch nicht: “Wir ermitteln weiter in alle Richtungen”, hieß es. Auch die vielen Hasskommentare im Internet würden “auf strafrechtliche Relevanz geprüft”, sagte die Sprecherin. Sicherheitskreise befürchten, dass Lübcke von einem Rechtsextremisten oder Reichsbürger hingerichtet wurde.

Trotz Chemnitzlüge kein Rücktritt, sondern weiter so, es war bestimmt ein Reichsbürger!

Gerade erst musste die Bundesregierung eingestehen: Man hatte zu angeblichen Hetzjagden in Chemnitz keine eigenen Erkenntnisse. “In anderen Ländern hätte das zum Rücktritt geführt – in Deutschland schweigen die Medien”, schreibt Tichys Einblick.

Die SOKO “Liemecke” prüft derzeit rund 80 Hinweise aus der Bevölkerung, teilte die Staatsanwaltschaft gestern mit. Ein konkreter Hinweis, der zur schnellen Aufklärung der Tat führen könnte, ist bislang noch nicht bekannt geworden. Die Soko-Ermittler bitten weiterhin um Hinweise, die zur Aufklärung der Tat beitragen können. Diese werden unter der Telefon-Hotline Tel.: 0561 – 910 4444 erbeten.

 

 

 

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