Die Empörungswelle rollt, weil Bayerns Vizeregierungschef Hubert Aiwanger von den Freien Wählern gefordert hat: „Ich bin überzeugt, Bayern und Deutschland wären sicherer, wenn jeder anständige Mann und jede anständige Frau ein Messer in der Tasche haben dürfte und wir würden die Schwerkriminellen einsperren. Das wäre der richtige Weg.“ So geschehen bei der Eröffnung der Internationalen Jagd- und Schützentage.

Aiwanger hat keine Ahnung. Ein Messer dient nicht der Selbstverteidigung, hat so gut wie keine „Mann-Stopp-Wirkung“ und kann nur im Nahkampf eingesetzt werden. Einzig Distanzwaffen, am besten schweren Kalibers, erfüllen alle Kriterien, die eine Waffe als Mittel zur Selbstverteidigung qualifiziert. Schreckschusspistolen und Pfefferspray zählen nicht dazu, können aber bedingt hilfreich sein, um für einen kurzen Schreckmoment bei dem Täter zu sorgen, der einem Opfer die Flucht ermöglichen kann. Auch die Plastikwummen der Marke „Migrantenschreck“ sind eher Kinderspielzeug. Wenn es um freie Waffen für freie Bürger geht, dann nur solche mit Wums, alles andere kann man sich sparen.