Kein Weg zurück!

Der ehemalige AfD-Parteichef und Gründer Bernd Lucke ist nicht der Erste und wird auch nicht der Letzte sein, dem ein Weg zurück in den Schoß der Institutionen der Merkelrepublik verweigert wird. Die Geschichte vom verlorenen Sohn findet nur im Alten Testament ihr glückliches Ende, in der Gegenwart haben Vergebung und Barmherzigkeit keinen Platz. Wer einmal eine rote Linie überschritten hat, ist in Zeiten des Internets auf scheinbare Ewigkeit mit einem virtuellen Kainsmal befleckt, dem weder mit Ariel noch Persil beizukommen ist. Dem Menschen als Gefangenem in der Zeit ist nur eine Richtung möglich. Als Diagramm veranschaulicht lautet diese: Von Links nach Rechts! Jeder Verlauf, ob Börsenkurs oder Zeitleiste in diversen Filmschnittprogrammen, selbst Ladebalken von Computerspielen folgen dieser Gesetzmäßigkeit.

Es war nicht immer so hart, aber die Zeiten kommen nicht zurück, in denen ein Galileo durch Widerruf dem Scheiterhaufen entgehen konnte. So geschehen am 22. Juni 1633. 33 Jahre zuvor hatte Giordano Bruno nicht so viel Glück. Seine Bereitschaft, einige seiner Thesen zurückzunehmen, fand bei der Inquisition kein Gehör. Erst am 12. März 2000 erklärte Papst Johannes Paul II., die Hinrichtung sei nunmehr auch aus kirchlicher Sicht als Unrecht zu betrachten. Wie gnädig vom „Heiligen Vater“.

An den Fall Lucke wird sich in 400 Jahren sicher keiner mehr erinnern, seine Umkehr war vergebens, kein Platz in den Geschichtsbüchern von morgen. Längst aus den Schlagzeilen verschwunden ist seine einstige Weggefährtin und dann Widersacherin, Frauke Petry. Gleiches gilt für ihren Ehemann (wie hieß der noch?), sonstige Blaue und Kronzeugen, die sich selbst mit Inside-XY-Bestsellern nicht mehr reinwaschen können. Tauchen sie dann doch mal wieder auf, ist ihnen das Schicksal Bernd Luckes gewiss, wenn nicht gar Schlimmeres. Herr Professor hat seinen Wiedereinstieg präzise geplant und entsprechend vorbereitet, denn er wusste, dass er kein zweites Mal mit der Partei „LKR  – die Eurokritiker“ ins Europaparlament einziehen wird. (1) (2). Was tut man nicht alles für eine Handvoll Euro.

2 KOMMENTARE

  1. Wer zurück in die Matrix möchte muss sich erst beweisen und sich zum Märtyrer im Kampf gegen Rächts pimpen lassen. Idealer Weise mit freundlicher Unterstützung von Sellner und Co.

  2. Ja das ist wie mit den russischen WK II Panzern: Ist man drin, heißt es „Luke zu“, und ab dann kann es nur noch Vorwärtskampf geben – oder alternativlos untergehen…

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