Kalt und schmutzig: Friedenswinter 2014/15

Es wird kalt in Deutschland – kalt in Europa

Der Winter kommt!

Gemeinsam für den Frieden – Friedenslogik statt Kriegsrhetorik

… so lautet der Aufruf im Internet, den bislang an die 1000 Organisationen und Personen unterschrieben haben. (Link)

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Neue und alte Friedensbewegte treffen zum Schulterschluss zusammen. Das ruft erneut Unmut in beiden Lagern hervor und findet so gut wie kein positives Medienecho.

Tom W. Wolf alias Jörg Wellbrock hat eine bemerkenswerte Selbstreflektion auf dem Spiegelfechter hinterlassen:

Wer sind sie, die politischen „Schmuddelkinder“ im Netz? Wie erkennt man sie? Und machen wir es uns vielleicht zu einfach, wenn wir sie voreilig beim Namen nennen? Ich bin in den letzten Monaten ins Grübeln gekommen. Und zu neuen Erkenntnissen… weiterlesen

Genauso ins Grübeln bin ich auch gekommen, viele Kommentatoren haben sich ähnlich geäußert. Denn ich bin selbst ein Schmuddelkind und habe mit anderen Schmuddelkindern gespielt. Mit einigen Schmuddelkindern wollte ich aber dann doch nicht mehr spielen.

Ich habe die Lust verloren, zu diskutieren, mich auseinanderzusetzen, den Dialog zu führen, der notwendig ist, wenn man die Eskalation vermeiden will. Krieg ist die höchste Stufe der Eskalation in der politischen Auseinandersetzung. Reden ist in diesem Fall nicht Silber, sondern Gold.

Wenn das Reden innerhalb einer sich formierenden Bewegung nicht funktioniert, weil all die Zersetzer ihr Handwerk besser verstehen, als die vielen bisher politisch völlig Unbedarften, die sich endlich aufgerafft haben und aktiv geworden sind, dann kann man gleich zuhause bleiben.

Auch die Gruppendynamik darf man nie unterschätzen. Man kennt die Muster, wenn man schon länger aktiv ist, will gerade deshalb vorbeugend intervenieren, wenn Gruppen unterwandert und vereinnahmt werden sollen und erreicht damit das Gegenteil. Menschen müssen ihre eigenen Erfahrungen machen, niemand hat das Recht, sie ihnen vor zu enthalten.

Allerdings muss man schmerzhafte Erfahrungen nicht immer und immer wieder wiederholen. Wo Klarheit herrscht bei einem selbst, da bedarf es keiner weiteren Klärungsprozesse, sondern des Innehaltens. Das ist schwer, doch weiterer Aktionismus sorgt nur  für noch mehr Diffusion bei sich und allen anderen.

Zeit für den kreativen Rückzug, bis sich der ganze aufgewühlte Dreck im Strudel der Ereignisse allmählich wieder zu Boden setzt. Wer früher oder später der Schwerkraft erliegt, das spielt keine Rolle, wenn endlich wieder Klarheit eintritt.

Der Winter ist ein idealer Zeitpunkt für Klärungsprozesse!

Wer sich auch immer in irgendwelchen Gruppen und Orgateams engagiert, der wird seine Gründe haben und sich zwangsläufig schmutzig machen. Ohne dem geht es nicht. Aber was ist ein bißchen Schmutz schon gegen den blutigen Krieg?

 

 


Bildquelle:

frieden photo

 

 

Photo by phil_theone

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Wolfgang van de Rydt
Über Wolfgang van de Rydt 272 Artikel
Freier Journalist - Autor - Musiker

1 Kommentar

  1. … äh, ist Euch da ein kleiner „Schreibfehler“ unterlaufen – das muss doch „KRIEGSWINTER 2014/ 2015“ heißen – denn was dderzeit läuft ist Krieg nicht „Vorkrieg“, nicht „Nachfrieden“ nichts dazwischen – einfach nur „KRIEG“! zwar noch nicht der von JG im Sportpalast erfragte, auch will es ein Teil der Menschen noch nicht ( wieder – aber man arbeitet daran – voller Inbrunst, zugunsten des teutschen und anglo-amerikanischen Kapitals!)
    … und irgendwann in naher Zeit haben sie den Michel wieder soweit, das er hirnlos und obrigkeitshörig um sich schlägt!

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