Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) will mit einem neuen Gesetz Unternehmen davor bewahren, Insolvenz anmelden zu müssen. Stattdessen soll ihnen die Möglichkeit gegeben werden, frühzeitig Sanierungen einzuleiten, heißt es in einem neuen Referentenentwurf zur Fortentwicklung des Sanierungs- und Insolvenzrechts, der derzeit in der Bundesregierung abgestimmt wird.

„Von den neuen Möglichkeiten werden insbesondere Unternehmen profitieren können, die unter den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie leiden, obwohl sie weiterhin über ein überzeugendes Geschäftsmodell verfügen“, sagte Lambrecht dem Tagesspiegel (Samstagausgabe). Der Entwurf biete einen „modernen und effektiven Rahmen“ für die Unternehmenssanierung. „Unternehmen, die ihren Gläubigerinnen und Gläubigern eine realistische Sanierungsperspektive aufzeigen können, sollen ihr Sanierungskonzept auch außerhalb des Insolvenzverfahrens durchsetzen können“, betonte die Ministerin.

5 KOMMENTARE

  1. Was das den Steuerzahler dann kostet, hat sie nicht verraten.

    Es glaubt doch wohl keiner ernsthaft, dass zumindest viele kleinere Unternehmen die Kosten für qualifizierte Berater aus eigener Tasche bezahlen können.

    Und am Ende sind die meisten dann trotzdem pleite, gleich ob mit oder ohne „Corona“.

  2. Die Gläubiger werden denen erzählen wie sie sanieren können. Konkuirs mangels Masse kann auch die Kuh Lamprecht nicht per Gesetz abschaffen.
    Haben wir nur idioten als Minister ?

  3. Wenn eine Polit – Ische Geschäftsmodelle von Unternehmen bewertet ?
    Brüll schrei ROFL
    Der Papst als Pufftester wäre glaubwürdiger und geeigneter.

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