Jördenstorf: Iraner droht mit Selbstverbrennung wegen Trennung von Familie

    Gegen 11:00 Uhr ging über den Sicherheitsdienst des Ausländerheimes Jördenstorf die Meldung ein, dass ein Bewohner sich anzündet, wenn er seine Familie nicht sehen darf. Hintergrund ist, dass die Frau mit den Kindern vor kurzem in einer anderen Unterkunft untergebracht wurde, um die familiäre Situation zu entspannen.

    Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst kamen zum Einsatz. Mit dem Einsatzleiter der Feuerwehr wurde das taktische Vorgehen besprochen. Die anderen Heimbewohner wurden evakuiert und in der Sporthallte untergebracht. Der 45jährige Iraner, der sich in seinem Zimmer aufhielt, war sehr emotional. Die Einsatzkräfte konnten Benzingeruch wahrnehmen. Als die Rauchmelder angingen, hielt die Feuerwehr den Wasserschlauch von außen ins Zimmer und es erfolgte eine Notöffnung durch die Polizei.

    Der 45jährige konnte überwältigt und eine weitere Feuerausbreitung der brennenden Bettlaken verhindert werden. Der ärztliche Dienst des Landkreises ordnete die Einweisung in ein Krankenhaus an. Eine Anzeige wegen schwerer Brandstiftung wurde aufgenommen und der Kriminaldauerdienst war zur Spurensicherung vor Ort. Es waren die Feuerwehren aus Jördenstorf und Groß Wüstenfelde im Einsatz.

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