#Jesuisclausbrunner: Wo bleibt die Lichterkette gegen Nekrophilenhass?

Warnhinweis: Dieser Artikel könnte Ihre Ansichten verunglimpfen, ganz sicher aber nicht das Andenken der verstorbenen Person, deren Tod wir für diesen Artikel instrumentalisieren, wie es gang und gäbe im Kampagnenjournalismus von heute ist. Lesen auf eigene Gefahr!

Claus Brunner photo
Photo by ubiquit23

Immer mehr Unappetitliches dringt zum Mordfall des Piratenpolitikers  Gerwald Claus-Brunner, Spitzname „Faxe“, an die Öffentlichkeit. Sein Opfer fuhr er laut verschiedenen Berichten mit einer Sackkarre durch Berlin, verging sich in seiner Wohnung an der Leiche und brachte sich dann um.

Natürlich war man in seinem „Umfeld“ schon länger alarmiert, dass es aufgrund seiner Äußerungen um seine psychische Gesundheit nicht zum besten stehen könnte, doch der Latzhosenträger mit Palästinensertuch und Davidstern war ein Einzelgänger, über dessen Privatleben so gut wie nichts bekannt gewesen sein soll. Was soll das für ein Umfeld sein, von dem die Qualitätsmedien schreiben?

Keine Blumen vor seiner Haustür, keine Kränze, kein Kondolenzbuch – wer von seinen ehemaligen Kollegen trauert um den Menschen Claus-Brunner mehr als um die durch die verlorene Wahl nun ausbleibenden Abgeordnetenbezüge? Kein Volker Beck wird die Trauerrede halten, keine Claudia Roth erschüttert den Kopf darüber schütteln, dass man von „alledem nichts gewusst“ hat – es war ja auch dieses Mal nicht in den eigenen  Reihen. Glück gehabt.

Auf der Beerdigung werden keine Piratenmädels mit nackten Brüsten tanzen, Berlin ist eben nicht Dresden und Faxe kein Bomber Harris, der wesentlich mehr Tote zu verbuchen und deshalb Geschichte geschrieben hat. Nein, diesen Faxe, an den will man sich besser nicht erinnern, auch wenn er ein Mensch war. Das Kapitel ist geschlossen und so mancher Pirat schon in weiser Voraussicht in die LINKE und die SPD geflüchtet.

Wir jedoch möchten seiner gedenken und dafür sorgen, dass er nicht so schnell in Vergessenheit gerät.

Und noch ein Warnhinweis: Selbstmord kann tödlich sein. Auch Berichte über Selbstmord. Darum schreiben die Qualitätsmedien nur über Selbstmord, wenn es gar nicht anders geht, was wir ihnen natürlich gerne glauben. Nie fehlt dann am Ende des Textes der Hinweis, dass man Hilfe bei verschiedenen Hotlines und psychologischen Notdiensten finden kann. Der Spiegel macht das zum Beispiel so:

„Kreisen Ihre Gedanken darum, sich das Leben zu nehmen? Sprechen Sie mit anderen Menschen darüber. Hier finden Sie – auch anonyme – Hilfsangebote in vermeintlich ausweglosen Lebenslagen. Per Telefon, Chat, E-Mail oder im persönlichen Gespräch.“

Wen aber kann man anrufen, wenn die Gedanken darum kreisen, jemand anderen das Leben zu nehmen und sich anschließend an der Leiche zu vergehen? Wie viele Menschen hat der arme Mann möglicherweise noch umbringen müssen, weil er so in Not war und niemand ihm helfen konnte? Auch jetzt nach seinem Tod befindet er sich in höchster Gefahr. Rechtspopulisten könnten mit seiner Geschichte böse Stimmung machen und die Piraten eine Leichenfickerpartei nennen. Grüne können davon ein Liedchen singen, wenn es um ihre Kinderschänder geht. So weit sollte man es in diesem ohnehin schon vergifteten politischen Klima nicht kommen lassen und ein Zeichen setzen. Vergesst euren alten Kumpel Faxe nicht und setzt ihm ein Denkmal – in Berlin ist sicher noch Platz dafür, euch fällt schon was ein.

Druckt euch #JesuisClausBrunner oder #JesuisFaxe T-Shirts und veranstaltet eine Lichterkette gegen Nekrophilenhass, er soll doch nicht umsonst für euch gestorben sein! Ruhe in Frieden!

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2 Kommentare

  1. Man braucht sich doch nur die politischen Vorstellungen, den Habitus, Körpersprache, Verlautbarungen etc. von einigen bzw. etlichen Leuten vorzunehmen, um sich ein erstes Bild zu machen!
    Es ist sehr oft der gleiche politisch kranke Mist der jene, vom Präkariat bis Elite eint. Was dann raus kommt, sieht man jeden einzelnen Tag in unserem Lande und an den derzeitigen Zuständen sowie dem zunehmenden Verdruß der Bürger!

  2. Ich war vor vielen Jahren mal bei dem Zuhause… Schon damals war der nicht normal. Der hat regelmäßig Brettspiele gespielt. Insbesondere die 18XX Eisenbahnspiele wie z.B. 1830.

    Großes Lebensziel von dem war damals bei den 1830er Deutschen-Meisterschaften gut abzuschneiden.

    Dass so jemand in ein Parlament kommen kann, der seit Jahren den Tag mit Gummibärchen und Zocken verbracht hat, ist ein wirkliches Armutszeugnis für diese Demokratie.

    Ich persönlich würde mich nicht wundern, wenn der am Ende finanzielle Probleme hatte trotz Abgeordneten Diät.

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