Jerusalem: Oberrabbiner fordert Todesstrafe für Homosexuelle

Israelische Politiker und LGBT-Aktivisten haben den Rücktritt des sephardischen Oberrabbiners Shlomo Amar gefordert, nachdem der hochrangige Kleriker sagte, dass Homosexualität mit dem Tode bestraft werden müsse.
צילום: איציק אדרי [CC BY 2.5], via Wikimedia Commons
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Im Interview mit der Israel Times sagte Amar als er nach seiner Haltung gegenüber Homosexuellen gefragt wurde, dies sei ein Kult des Grauens. Die Tora sage ganz klar, dass Homosexualität eine schwere Straftat sei und mit der Todesstrafe geahndet werden müsse. An Homosexualität als sexuelle Orientierung glaubt der Rabbiner nicht, man könne „diese Wünsche“ überwinden.

Nach der Veröffentlichung von Auszügen des Interviews am Donnerstag übergab die LGBT-Aktivistin Shirley Kleinman Kopien des Materials an die Polizei und forderte Ermittlungen gegen den Rabbiner wegen Anstiftung zum Mord.

Auch die Knesset Mitglieder Yael German und Meirav Michaeli unterstützen den Rücktritt von Amar und forderten Premierminister Benjamin Netanyahu auf, sich in dieser Sache zu äußern. Bei der letztjährigen Gaypride verübte ein orthodoxer Jude ein Messerattentat und stach sechs Menschen bei der Parade nieder und es war nicht sein erster Angriff auf Homosexuelle.

In Israel gibt es zahlreiche Therapieangebote, die dabei helfen sollen „unerwünschte homosexuelle Anziehungen beseitigen“.

 

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