Jeder vierte „Mensch“ in Deutschland hat Migrationshintergrund

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Man sich einmal die Wortwahl der Bundesregierung auf der Zunge zergehen lassen. Da ist eingangs nicht mehr von Deutschen, Bürgern, Einwohnern oder Staatsangehörigen die Rede, sondern nur noch von „Menschen“. Und von denen hat laut dem vorliegenden „12. Bericht der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration“ jeder vierte einen Migrationshintergrund.

Als „Person mit Migrationshintergrund“ gilt, wenn sie selbst oder mindestens ein Elternteil die deutsche Staatsangehörigkeit nicht durch Geburt besitzt. 2017 lag der Anteil bei 23,6 Prozent. Von 81,7 Millionen „Menschen in der Bundesrepublik“ waren das demnach 19,3 Millionen. Davon seien wiederum 13,2 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund „selbst eingewandert“, während 6,1 Millionen in Deutschland geboren sind und daher keine eigene „Migrationserfahrung“ haben, heißt es weiter.

9,8 Millionen „Menschen mit Migrationshintergrund“ seien 2017 zudem deutsche Staatsangehörige, was 12,0 Prozent der Gesamtbevölkerung ausmacht. 1,6 Millionen davon besaßen noch eine weitere Staatsangehörigkeit. Die anderen 9,4 Millionen, deren Anteil 11,5 Prozent der Gesamtbevölkerung beträgt, besaßen eine ausländische Staatsangehörigkeit.

„Von den 9,8 Millionen Deutschen mit Migrationshintergrund besaßen im Jahr 2017 1,6 Millionen neben der deutschen eine weitere Staatsangehörigkeit“, heißt es in der Unterrichtung weiter.

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