#islamfreileben: Interview mit Cyber-Aktivistin Sandrine Becker – @NorgePrivacy

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Kampagnenfoto: #freiheitwillgelebtwerden

Sandrine Becker wurde 1978 in Paris geboren und ist die Tochter eines deutschen Diplomaten und einer französischen Mutter. Sie studierte Informatik und Journalistik und verbrachte einen Teil ihrer Jugend aufgrund der beruflichen Tätigkeit ihres Vaters in Algerien und anderen nordafrikanischen Ländern. Ihre Erfahrungen mit der islamischen Welt haben sie zu einer erklärten und engagierten Gegnerin des Islams gemacht.

Seit 2012 hat sie sich einem internationalen Netzwerk von Cyber Aktivisten angeschlossen. Sie lebt zurückgezogen in Bergen / Norwegen.

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Mit ihren Twitter Aktionen #islamfreileben und #freiheitwillgelebtwerden macht sie auf die schleichende Islamisierung aufmerksam, die sie für eine der größten Gefahren für die freie Gesellschaft in Deutschland hält.

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Für O24 hat sie einige Fragen beantwortet, aus Sicherheitsgründen aber möchte sie kein aktuelles Foto von sich veröffentlichen lassen.


@Opposition24de: Frau Becker, auf Ihrer Internetseite haben Sie bereits ein FAQ zusammengestellt, da immer wieder dieselben Fragen an Sie herangetragen werden. Sie schreiben unter anderem, dass Sie in Skandinavien leben “… aufgrund der politischen Situation und der sich kontinuierlich  verschlechternden, besonderen Gesetzeslage. In einigen europäischen Ländern ist ein Wirken außerhalb der EU von Vorteil. Im Zweifelsfall kann ich hier in Norwegen mehr für mein Land tun als vor Ort. In diesem Zusammenhang nenne ich mal drei Stichworte: Überwachung, Zensur, Vorratsdatenspeicherung.”

Viele Islamkritiker werden in Deutschland mit dem Tod bedroht und können nur unter Polizeischutz leben, wie etwa der Politikwissenschaftler Hamed Abdel Samad oder die erklärte Kommunistin Mina Ahadi vom Zentralrat der Ex-Muslime. Glauben Sie, die Politik hat aufgegeben, weil sie die stetig wachsende Zahl der Kritiker nicht mehr schützen kann und will deshalb mit der Verschärfung der Gesetze die Kritiker zum Schweigen bringen?

@NorgePrivacy: Ich bin der festen Überzeugung, dass der deutschen Regierung die Probleme über den Kopf gewachsen sind. Probleme, die ein völlig ungeregelter Zuzug von Migranten, sogenannten Flüchtlingen, zwangsläufig mit sich gebracht hat. Ich sage bewusst “sogenannte Flüchtlinge”, denn bei einem nicht unerheblichen Teil handelt es sich um wirtschaftlich motivierte Einwanderer, die keinen Anspruch auf Asyl haben.
Die schärferen Gesetze sind eine Folge dieser Ohnmacht der Staatsorgane und nur mehr als Aktionismus zu bezeichnen. In Ermangelung von Lösungen streut man der Bevölkerung Sand in die Augen, um sie „ruhig zu halten“.
Bestes Beispiel ist die Vorratsdatenspeicherung. Obwohl hinreichend nachgewiesen sein dürfte, dass dieses Instrument zur Terrorprävention nicht wirklich taugt, konnte der SPD Vorsitzende Gabriel sie nach den Anschlägen vor Paris gar nicht schnell genug durch den Bundestag peitschen, zunächst gegen den erbitterten Widerstand von Justizminister Heiko Maas. Dieser hatte sich ja unter Beteiligung vieler anderer SPD Politiker kurz davor vehement gegen die anlasslose Speicherung von Bürgerdaten ausgesprochen. In meinen Augen ist das purer Populismus. Im Falle von Anschlägen auf deutschem Boden hätte Gabriel wider besseres Wissen versichern wollen, er habe alles getan um die Bevölkerung zu schützen.
Dass der Staat eine wachsende Zahl der Kritiker nicht mehr schützen kann, ist sicherlich richtig. Dafür dürfte es an Kapazitäten und Möglichkeiten fehlen. Er kann aber auch immer weniger den Normalbürger schützen, also auch denjenigen nicht, der sich in keiner Weise politisch betätigt. Insbesondere kann er Frauen nicht vor sexueller Belästigung schützen. Dafür gibt es auch nach Köln an jedem Tag neue, eindrucksvolle Beweise. Ein Teil der Bürger ist arglos, bei anderen, die kontinuierlich mehr werden, dominieren mittlerweile Angst und Wut. Mit der Zwangsmigration immer neuer Flüchtlinge steigen die Chancen starker Unruhen innerhalb der Bevölkerung. Der Staat möchte – und muss vielleicht auch – vorbereitet und gewappnet sein. Er forciert daher weitestgehende Transparenz, Kontrolle und Überwachung der Gesellschaft. Unter dem Vorwand der Terrorismusbekämpfung, werden sukzessive Bürgerrechte abgebaut. Darum geht es.

@Opposition24de: Vor kurzem hielt der Großimam der Kairoer Universität, Prof. Dr. Ahmad Mohammad al-Tayyeb eine Rede über das Friedenspotential des Islams im Bundestag. Darin behauptete er unter anderem “Die Scharia gründe auf „Freiheit und Gleichheit“ (22:05). Die Gesetze im Westen stimmten mit dem Islam überein, der für „Menschenwürde, Freiheit, Gerechtigkeit und Gleichheit“ stehe (23:10). Die „toleranten“ Werte des Islams seien „nicht anders“ als die des Westens (24:10). Männer und Frauen seien im Islam „gleichgestellt“. Stimmt dies mit Ihren Erfahrungen in den islamischen Ländern überein?

@NorgePrivacy: Nein, nicht mal ansatzweise. Obwohl ich als Diplomatentochter besonders privilegiert war, hatte ich hinreichend Gelegenheit, über Jahre Lebensweise und alltägliche Zustände in einem nordafrikanischen Land wie Algerien zu erleben. Der Islam ist eine Gewalt tolerierende und in jeder Hinsicht frauenfeindliche Religion mit einem enormen Erpressungspotenzial. Eine Gleichstellung von Mann und Frau existiert nicht. Detaillierte Berichte über Selbsterlebtes veröffentliche ich regelmäßig bei Twitter unter meinem Namen.

@Opposition24de: Glauben Sie überhaupt, dass der Islam durch Reformer, wie beispielsweise den Theologen Prof. Khorchide vom Zentrum für Islamische Theologie in Münster, aufgeklärt werden könnte oder halten Sie diese Art von Dialog eher für kontraproduktiv?

@NorgePrivacy: Ich schätze seinen Mut. Er ist grundsätzlich auf dem richtigen Weg. Wohl differenzierte, theologische Debatten sind zu begrüßen. Die Tatsache, daß Khorchide massiv aus eigenen Reihen angefeindet wird, spricht für ihn und gegen den Islam. Er sollte seine Reformbemühungen unbedingt fortsetzen, an der aktuellen Situation und Bedrohungslage vermögen sie, davon bin ich überzeugt, auf lange Zeit wenig zu ändern.

@Opposition24de: Halten Sie Houellebecqs Roman “Soumission” für gar nicht so utopisch?

@NorgePrivacy: Zunächst mal handelt es sich um eine Fiktion. Es liegt mir nicht, in Panikmache zu verfallen und Ängste zu schüren.
Wenn ich mir allerdings die Entwicklung in einem Land wie der Türkei anschaue lässt sich sicher sagen, das manches denkbar ist, was ich vor einiger Zeit noch für ausgesprochen unwahrscheinlich gehalten hätte. Natürlich liegt der Türkei eine andere Historie zugrunde, die eines islamischen Landes, das sie vor der Atatürk Ära gewesen war. Die Bevölkerung besteht zu 95 Prozent aus Muslimen. Solche Verhältnisse sind also kaum auf Europa zu übertragen.
Was mir aber zunehmend Sorge bereitet, sind Arglosigkeit und Multikulti-Romantik, mit der viele Bundesbürger, aber auch zahlreiche Politiker fast aller Parteien dem Islam in Deutschland begegnen, wenn sie ihn nicht sogar begrüßen. Das zeugt von viel gutem Willen aber doch sehr wenig Wissen über diese Religion.

@Opposition24de: Sie schreiben, dass Sie sich mit dem Liberalismus verbunden fühlen, parteilos sind  und die AfD (Alternative für Deutschland) als Opposition zur Zeit im demokratischen Sinne für notwendig und gut für Deutschland halten. Würden Sie das auch in Bezug auf Frankreich und  Marine Le Pen und den Front National so sehen?

@NorgePrivacy: Ich halte grundsätzlich ein breiteres Parteienspektrum auf dem Boden des Grundgesetzes für eine gute und notwendige Voraussetzung zur Demokratie.
Während ich die AfD in Teilen durchaus rechtspopulistisch sehe, ist Le Pen`s Partei alles in allem deutlich rechtsextremistischer ausgeprägt.
Das ist natürlich auch der besonderen sozialen Situation in Frankreich geschuldet, die noch nicht ganz mit Deutschland vergleichbar ist, es aber werden könnte.

Auf dem gestrigen Parteitag der AfD hat Frauke Petry eindrucksvoll dargelegt, wo ihre Grenzen liegen. Bei einem zukünftigen Rechtsruck der Partei hat sie ihren Rückzug in Aussicht gestellt. Ich halte das nicht nur für nachvollziehbar, sondern auch für klug im Sinne einer gesicherten Zukunft ihrer Partei.

@Opposition24de: Frau Becker, vielen Dank, eine letzte Frage noch – wie religiös sind Sie selbst erzogen worden und woran glauben Sie heute?

@NorgePrivacy: Ich hatte das große Glück, weitestgehend religionslos erzogen zu werden.
Das habe ich immer auch als solches empfunden und zu schätzen gewusst.
Ich bin Agnostikerin und stehe allen Religionen äußerst kritisch gegenüber.


Das Gespräch führte für die O24 Wolfgang van de Rydt

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3 Kommentare

  1. Wow, der Beitrag sowie das Interview sind wirklich großartig geworden! Toll, dass Sie das so schnell umsetzen konnten!

    Viele Grüße
    Franny

  2. Auch die “Dame” gehört zu der Transatlantiker-Truppe . Auch sie ist gegen nationale Stärke , gegen AfD sogar, falls die bewusster National werden.
    Man sollte der Diplomatentochter, die mit Gelder aus dem Volk und einem Vater der den Machthabern die Stiefel lecken musste, nicht zuviel Beachtung schenken.

    • Entschuldigung, jetzt lehnen Sie sich mal bitte nicht zu weit aus dem Fenster. Bevor Sie hier irgendwelche Behauptungen aufstellen, die nicht der Wahrheit entsprechen, sollten Sie den Artikel vielleicht noch einmal lesen. Frau Becker ist nicht gegen die AFD, sondern hält sie für aktuell noch nicht unbedingt wählbar. Außerdem ist es immer noch besser etwas zu tun, als nur große Reden zu schwingen…

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