Irrenhaus Berlin: Saudischer Hass-Prediger trat schon 2009 in der Neuköllner Begegnungsstätte auf

Islamismus-Experte Ahmad Mansour kritisiert Regierenden Bürgermeister nach neuen rbb-Recherchen

Scharfe Kritik äußert der Islamismus-Experte Ahmad Mansour am Umgang des Regierenden Bürgermeisters Michael Müller mit dem Moscheeverein Neuköllner-Begegnungsstätte (NBS). Müller hatte dem NBS-Imam Mohamed Sabri 2016 den Landesverdienstorden verliehen, dabei verfolge Sabri, so Mansour gegenüber dem rbb, „durch die Verbreitung seines Islamverständnisses in der muslimischen Community eine „Basis für Islamismus“. Mansour sagte, er erwarte von einem Regierenden Bürgermeister, dass er in der Lage sei, „seine Partner sorgfältig abzuklären, vor allem in so einem sensiblen Bereich.“

Hintergrund der Kritik sind neue, exklusive Recherchen des rbb. Demzufolge hatte der saudische Hassprediger Mohamed al-Arifi schon weit früher Kontakt mit dem Moscheeverein Neuköllner Begegnungsstätte als bislang eingestanden. Bereits 2009 und nicht erst 2013 habe er dort gepredigt – einmal sogar in Gegenwart des damals schon einschlägig bekannten Salafisten und heutigen IS-Terroristen Reda Seyam. rbb-Recherchen zufolge hat diese Predigt 2009 der mittlerweile zum „Bildungsminister“ des sogenannten „Islamischen Staates“ aufgestiegene Berliner Salafist Reda Seyam als Kameramann gedreht. Bilder zeigen al-Arifi neben dem Imam der NBS, Mohammed Taha Sabri, im Hintergrund Seyam. Dieser war bereits zu diesem Zeitpunkt ein prominenter Salafist, der bereits 2007 in einer ARD-Dokumentation seine dschihadistische Auffassung kundgetan hatte. Wegen einer möglichen Beteiligung an den Anschlägen auf Bali 2002 wurde gegen Seyam ermittelt, eine konkrete Beteiligung an Straftaten konnte ihm jedoch nie nachgewiesen werden. Die NBS erklärte in einer Stellungnahme, dass Seyams Hintergrund der NBS „in diesem Ausmaße“ „nicht bekannt“ gewesen sei: „Wir hätten zu diesem Zeitpunkt Herrn Seyam nicht in der Masse der Besucher/innen als gefährlichen Salafisten enttarnen können und ihn des Hauses verweisen können.“ Seyam sei Teil der Entourage Arifis gewesen und habe in dessen Auftrag gefilmt.

Ahmad Mansour widerspricht: Seyam sei 2009 längst als radikaler Islamist bekannt gewesen und habe seine „dschihadistische“ Haltung in vielen Interviews klargemacht. Sabri trage als Imam Verantwortung dafür, wer in seiner Moschee verkehre.

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1 Kommentar

  1. Dieser Bürgermeister mit samt seiner gesamten Partei ,
    wäre ein dankbares Instrument, für einen luftdichten Flachbau, um gewisse Undichtigkeiten auszuschließen.
    Ich hoffe, dass ich den Tag noch erlebe, in dem versiffte,
    linke Vaterlandsverräter, nur noch um Ihr Leben winseln !

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