Bad Ballerburg: Heiter geht es weiter. Sterben ist nicht gleich Sterben und am Ende will schließlich politisch korrekt und planmäßig gestorben sein. Letzteres gilt für den physischen, als auch für den wirtschaftlichen Tod von Unternehmen. Insolvenzverschleppungsverlängerungsgesetz jetztNun ist es politisch allerdings äußerst ungeschickt, sofern man gerade noch andere Ziele realisieren muss, in einer solchen Situation mit einem unkontrollierten Sterben konfrontiert zu werden. Hier scheint sich die Politik zu ermannen, das Sterben auch weiterhin konsequent regulieren zu wollen.

Nach bisherigen Schätzungen, werden statistisch gesehen in Deutschland auf jeden “Corona-Toten” zirka 6 bis 9 tote Unternehmen kommen. Menschlich gesehen eine Meisterleistung, dass das Verhältnis nicht umgekehrt ist. Will sagen, die ökonomische Sterbewelle ist bislang noch gar nicht so richtig eingepreist und noch viel weniger ins Bewusstsein der Menschen gerückt. Das ist nicht so schlimm, da der Umsatz von den nächst größeren Einheiten schon aufgefangen wird. Die KonsumEnten werden keine Not leiden, nur müssen sie, wegen der planvollen Ausdünnung des Wettbewerbs, mit leicht erhöhten Preisen rechnen.

COVinsAG … das bisherige Potenzmittel gegen Insolvenz

Seit Beginn der Corona-Pandemie wurden die Unternehmen durch das folgende Gesetz vor dem “viralen Ableben” geschützt: Gesetz zur vorübergehenden Aussetzung der Insolvenzantragspflicht und zur Begrenzung der Organhaftung bei einer durch die COVID-19-Pandemie bedingten Insolvenz[Gesetze im Internet]. Bei der Ablebensvermeidung, mit Blick auf die Menschen, klappte das ähnlich gut. Zugegeben, die Thematik mit den Viren und den Menschen gestaltet sich schon ein wenig komplexer, sollte sich aber am Ende überaus gewinnträchtig für einige Unternehmen gestalten lassen. So darf man mit Fug und Recht festhalten, dass die gesetzlichen Ablebensregeln generell irgendwas bewirken, aber auf Dauer nicht verhindern.

Das zitierte Gesetz endet mit Ablauf des 30.9.2020. Damit steht bereits heute fest, dass ab dem 1. Oktober das große “Schlangestehen” vor den Insolvenzgerichten der Republik höchste Priorität auf der Tagesordnung erlangen wird. Oder anderes gesagt, als nächstes steht die große Unternehmenssterbewelle an. Auch diese wird vermutlich sehr systematisch verlaufen. Kleine und mittlere Unternehmen, das sogenannte Unterholz der Wirtschaft, wird dann radikal ausgedünnt, damit man im Wirtschaftswald weiter schauen kann und natürlich auch, um mit größerem Gerät dem Wirtschaftswunderwald zu Leibe rücken zu können.

Insolvenzverschleppungsverlängerungsgesetz

Genau genommen war das erwähnte Gesetz bereits die Regelung der Insolvenzverschleppung. Jetzt bereitet uns die Politik allerdings seit Monaten auf die sogenannte “Zweite Welle” vor. Daraus kann man dreist ableiten, dass der Wirtschaftsbereinigungsprozess vielleicht doch umfangreicher als angenommen ausfallen soll. In diesem Zusammenhang ist es bestimmt eine coole Idee, dem COVinsAG noch eine ausgefeiltes Insolvenzverschleppungsverlängerungsgesetz folgen zu lassen. Das ist eigentlich nur konsequent. Auch aus anderen Gründen ergibt es Sinn, die Insolvenzanmeldepflicht nochmals für 6 Monate nach hinten zu verschieben.

Ab April des nächsten Jahres steigen die Temperaturen wieder und die vermehrte Zahl der Menschen, die unter die Brücken ziehen müssen, können sich dann besser anpassen. Unterbleibt die angedeutete Regelung, kann es bereits ab Oktober 2020 zum Unternehmensmassensterben kommen. Einzelhandel befürchtet Pleitewelle gegen Jahresende[WiWo]. Soweit die Politik das Elend, aus strategischen Gründen, zeitlich noch ein wenig nach hinten verlagern möchte, ist das Insolvenzverschleppungsverlängerungsgesetz wirklich das Mittel der Wahl.

In diesem Zusammenhang bleibt es spannend zu beobachten, mit welcher Brutalität sich die zweite Welle durch Mensch und Wirtschaft frisst. Nach heutiger Einschätzung sollte das planvolle Unternehmensablebensprogramm das Geschehen der kommenden Monate dominieren. Mit etwas Glück also die Erfolgsquote sogar noch verdoppeln oder verdreifachen. Somit scheint eine Quote von bis zu 20 toten Unternehmen pro an oder mit Corona Verstorbenen in greifbare Nähe zu rücken. Ab nächstes Jahr ist es opportun eine weitere Rubrik aufzumachen. Neben den “mit oder an” Corona Verstorbenen sollte es dann auch die “wegen” Corona Verstorbenen geben. Quasi die Kollateraltoten, an die man sich heute noch nicht so gerne heranwagt, weil es die Corona-Toten einfach viel alt aussehen ließe.


Quelle und Erstveröffentlichung: Qpress.de

4 KOMMENTARE

  1. Die ultimative „High-Tech-Herz-Lungen-Maschine“ für ZOMBIES !

    Was „Intensivmedizin“ auf Steuerzahlerkosten so alles zu leisten vermag?! …..

    Wann werden Rentner , Arbeitslose und Obdachlose an dieses „Wunderwerk der ökonomischen Medizin“ angeschlossen?
    Husch, husch, bald ist „Wahl“-Tag. Der Wahlmichel will schließlich durch positive News aus seinem Koma erweckt werden. Nicht dass der am Ende die „Wahl“ noch verpasst..

    Man weiß ja nie…welche polit. Erdbeben noch auf uns warten, nä…

  2. Frage: Welchen Zweck verfolgen Satire und Galgenhumor??

    Antwort: Der Mensch soll resignieren, darf aber noch einen letzten Witz reißen!

    Äußerst gnädig!!

    Schlußfolgerung: Der Abschaum der Menscheit, zusammen mit den Maulkorberfindern müssen gerichtet
    werden!!

    wie in 5. M O S E 35

    Mein ist die Rache und die Vergeltung,

    zu der Zeit, da ihr Fuß wanken wird;

    denn die Zeit ihres Verderbens ist nahe,

    und ihr Verhängnis eilt herzu.

  3. Als ob ich’s mit meinem neulichen (Wut)Kommentar heraufbeschworen hätte. Nun ist er auch im Team und kommentiert persönlich, unser Herr Jesus.

  4. Für die Handlanger des „Tiefen Staats“ (des Teufels rußige Brüder – frei nach den Gebrüdern Grimm -) gilt
    natürlich:

    5. M O S E 32; 41

    Wenn ich mein blitzendes Schwert geschärft habe, und meine Hand zum Gerichte greift, dann will ich
    R A C H E nehmen an meinen Drängern und will meinen Hassern vergelten!

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