Inflation als Wahlhelfer: “Wer zu spät geht, den bestraft das Leben”

Die AfD startete als angebliche Anti-Euro-Partei, auch die LINKE übte immer mal wieder Kritik an der Bankenrettung, doch seit “Ausbruch der Asylkrise” und Donald Trumps Wahlsieg haben sich Union und SPD selbst zu Ein-Themen-Parteien degradiert, die mit Polemik, Hetze und Durchhalteparolen in den Wahlkampf ziehen.

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Während die Guthaben der Bürger durch die reale Null- bis Negativzinspolitik weiter schrumpfen und Frankreichs Eliten vor einem Wahlsieg von Marine Le Pen zittern, könnte der Euro in diesem Jahr in seine bislang schwersten Turbulenzen geraten. Bis zu den Bundestagswahlen wäre aber ein Referendum der Franzosen noch nicht realisiert, der Ausstieg käme in jedem Falle erst frühestens 2018.

Welcher Partei würde man in Deutschland mehr Kompetenz zutrauen, eine solche Krise zu bewältigen?

Der us-amerikanische Chefvolkswirt von Mitsubishi UFJ Securities International, Brendan Brown, sieht Anzeichen ökonomischer Gefahren und einen potentiellen politischen Rückschlag” voraus.

Links und rechts könnten die Anti-Establishment Parteien, mit denen er DIE LINKE und die AFD meint, auf einen deutlichen Zuwachs von Wählerstimmen hoffen und durch das “7-Parteien-System” könnte es zu einem “Unentschieden” im Bundestag kommen. Merkel müsste gehen und Neuwahlen wären die Folgen, wenn keine Regierungsbildung zustande käme. Brown glaubt für diesen Fall an eine Rückkehr zur Realpolitik der etablierten Parteien, die mit einem neuen Kanzlerkandidaten Stimmen von der AfD zurückgewinnen würden, um dann das sinkende Deutschland-Schiff wieder auf Kurs zu bringen.

Damit liegt er nicht unbedingt falsch, denn die AfD vernachlässigt das Thema Euro auf sträfliche Weise. Der LINKEN traut man sicher keine ökonomische Kompetenz zu, sondern wählt sie, wenn man sich Umverteilungsgeschenke erhofft, die dann wie im Falle des “Mindestlohns” nur halbherzig eingelöst werden, weil Mehrheitsbeschaffer sich selten durchsetzen.

Nach dem Brexit und der Wahrscheinlichkeit eines “Frexits” rückt aber das Thema EURO automatisch zurück ins Bewusstsein der Wähler und das, wie Brown richtig analysiert, auch noch gekoppelt mit den zu erwartenden drastischen Folgen für die breite Masse der Bürger.  Es wäre also mehr als ratsam, sich im Wahlkampf nicht mit Debatten über Schuldkultur und Mischvölkerzuchtprogramme zu vergaloppieren und entzweien, sondern auf Realpolitik zu setzen. Wenn es um den Euroausstieg geht, ist “Deutschland zuerst!” die einzige Option. Wer zu spät geht, den bestraft das Leben, würde Michail Gorbatschow vielleicht heute dazu sagen.

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1 Kommentar

  1. “Geschichte wiederholt sich nicht, aber sie reimt sich” sagte Marc Twain. Aus den drei Parteien von einst wurden immer mehr und genau so sah Weimar aus. Viele inkompetente Parteien, hohe Schulden, hohe Arbeitslosigkeit, keine stabilen Regierungen und dann leitete Adolf das Wirtschaftswunder ein, das nicht sein durfte und den 2 WK erzwang.
    Der Leser sollte dies wissen:
    Derzeit gilt als Trade des Jahrhunderts (zB K. Bass, J. Gundlach, F. Zulauf) die dt Bundesanleihen zu shorten. Sowie die Wahrscheinlichkeit eines Euro-Zerfalls eine gewisse Größe erreichen wird, wird der Markt den Euro zerlegen und wohl bevor Marine ein Referendum abhalten wird. Wer dann noch Euro besitzt, wird wohl verlieren. Obendrauf hatte Schäuble die dt Spareinlagen zur Rettung italienischer Banken freigegeben. Es gilt also tatsächlich: “Wer zu spät geht…” Nur wird Deutschland (=dt Politik) es aus historischen Gründen nicht tun – deswegen muß der Einzelne (Du, ich, wir) zumindest das retten, was er hat – und zwar sofort!

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