Indien schafft Einbürgerung für eingewanderte Moslems ab

Narenda Modi – Jasveer10 [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons
Gestern hat das Parlament ein neues Staatsbürgerschaftsgesetz verabschiedet, dass die Einbürgerung von Einwanderern islamischen Glaubens verbietet. Premierminister Modi nannte das Gesetz “einen Meilenstein für Indien”. Es werde das Leid vieler Menschen lindern, die jahrelang verfolgt worden seien.

Linke Oppositionelle und Vertreter der ca. 200 Millionen Moslems im Land wollen Verfassungsklage einreichen. In Indien kommt es immer wieder zu blutigen Auseinandersetzungen zwischen Hindus und Moslems. Auch Christen leiden unter religiöser Verfolgung seit die nationalistische Hindu-Regierung an der Macht ist. So ist im Bundesstaat Himachal Pradesh bereits ein Bekehrungsgesetz erlassen worden, nachdem das Missionieren und der Wechsel von einer Religionsgemeinschaft in eine andere verboten ist. Die Hindus wollen dadurch sicherstellen, dass sie in der Mehrheit bleiben und sich das Trauma der Spaltung wie nach der Unabhängigkeit nicht noch einmal wiederholt.

Christenverfolgung in Indien – Schwindende Religionsfreiheit weckt Erinnerungen an Pogrom in Orissa

 

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