Imad Karim, der deutsche Regisseur, Drehbuchautor und Journalist, der zuletzt Hans-Georg Maaßen filmisch portraitierte, findet derzeit wenig Grund zur Hoffnung. „Das Deutschland, für das wir kämpfen, gibt es nicht mehr“, sagte er mir in diesem Gespräch am Rande des Neuen Hambacher Festes 2020 am 10. Juli. Es sei bislang nicht gelungen, die Gesellschaft in der Mitte zu stärken; die Parteien-Landschaft sei geprägt durch die Blockparteien; Grabenkämpfe und Schlammschlachten dominierten die öffentliche Debatte; und jede politische Kraft, die sich gegen den Mainstream stelle, werde bekämpft …

5 KOMMENTARE

  1. Leider reiht sich Karim in die lange Schlange der Einfältigen ein. (war da nicht schon mal was mit „Wir sind Maaßen“?)

    Auch eine starke (bürgerliche?) Mitte haben wir längst. Nennt sich „schweigende Mehrheit“, „Herde“ und/oder „Schlafschafe“. Mitte ist immer nur Zeitgeist, ein geformtes/formbares Produkt tatsächlich wirkender Kräfte, nur als „Schwungmasse“ zu gebrauchen. Durchschnitt halt!

  2. Natürlich braucht eine Demokratie eine starke – und überzeugte bis auch für ihre Freiheit einsatzbereite – Mitte.
    Jedoch haben wir uns die politische Beschlusslage aus der Hand nehmen lassen: die Maxime lautet heuer mehr EU, also mehr Demokratieabbau. Und genau dafür wird die Spaltung der Gesellschaft mit allen Mitteln und „Theorien“ vorangetrieben: Alt gegen jung; heterosexuell gegen homosexuell; Weiße gegen Nichtweiße; Männer gegen Frauen; „Arme“ gegen „Reiche“; Autofahrer gegen Radfahrer; „Rechte“ gegen Linke; MSM gegen alternative Medien; Klimapaniker gegen Klima“leugner“; Impf“gläubige“ gegen Impf“leugner“; … auf nahezu allen Gebieten wird eine zunehmende, in religiöse Wahnhaftigkeit abgedrehte Unüberbrückbarkeit geschürt: Fleischverzehr, Corona, Flugreisen, Autofahren, Migration, …
    Ja, die „Mitte“ muss geschwächt, gegeneinander aufgehetzt und zerschlagen werden, soll die Entdemokratisierung gelingen! Als „Lohn“ warten PC, Zensur, Gesinnungsterror, Diktatur. DAS hat die Politik erkannt! Von China lernen heißt über das Volk siegen lernen.

  3. @Hairbert

    Sie haben doch gerade selber bestätigt, dass die „Mitte“ nur ein nützlicher Spielball ist, Mitläufer, Manipulationsmaterial. Sie folgen dem stärksten Zeitgeist-Leitbullen. Wer das gerade mal wieder ist, ist nicht von Bedeutung.

    „Ja, die „Mitte“ muss geschwächt, gegeneinander aufgehetzt und zerschlagen werden.“

    (nichts leichter als das….wie man täglich bewundern kann!)

    • Wir müssen hier differenzieren. Die Mitte als passive Masse, die als Mitläufertum, von Hoftrompeten beeinflusst, jeden und alles mitträgt (Ihr Bild von Mitte), oder eine wache und für Freiheit und Demokratie sich laut und deutlich einsetzende Mitte (wie ich sie gerne sähe. Diese Rolle hätte z.B. die Ur-AfD übernehmen/anbieten können, aber externe Hetze und interne Querelen haben das bisher leider unterbunden).

  4. PS
    weil’s wichtig ist.

    Wer selbstgefällig von „Mitte“ schwafelt sollte diese Floskel greifbar definieren (zumindest für sich selber). Vor allem, wer sind dann die „Außenstehenden“, der Rand, der Saum, das Abseits, die Unberührbaren, die Unvernünftigen, die Reichsbürger, die Impfgegner, die Covidioten, die Radikalen, die Leugner, die SCHLECHTEREN? Bei der AFD der Flügel, bei CDU die Werteunion,…?

    Also liebe Leutz, immer schön vorsichtig mit (ins Ohr geflüsterten) Kampfbegriffen und Scheißhausparolen aller Art („Der Islam gehört zu Deutschland“!?!?, die gemäßigte Mitte?).

    Wer in den warmen Schoß der Mitte flüchten möchte, hier…bitte:

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