Grafik: Collage

Der KURIER konnte das komplette Material des Ibiza-Abends einsehen. Es bietet neue Details zum Deal um die Kronenzeitung und offenbart das Weltbild des Heinz-Christian Strache.

WIEN  – Nur wenige haben bisher das komplette Aufnahme-Material jenes Abends gesehen, der im Vorjahr die Republik erschütterte und zu zahlreichen Rücktritten führte. Nicht einmal der Untersuchungsausschuss kennt dieses Material. Was tatsächlich dort gesagt und gefilmt wurde, konnte der KURIER nun erstmals einsehen.

Klar wird etwa, dass die Übernahme der Kronenzeitung im Mittelpunkt der Unterhaltung stand – und HC Strache im Vorfeld, entgegen bisheriger Beteuerungen, darüber Bescheid wusste. Mehr als 3 Stunden wird laut einem Bericht in der KURIER-Mittwochsausgabe über einen Krone-Deal verhandelt – doch einig wurde man sich nicht. Gegen Ende sagt der spätere Vizekanzler: „Jetzt gemma, des bringt nix“. Auch der Lockvogel zeigt sich „schockiert“, dass kein Gegengeschäft zustande kommt.

Viel diskutiert wird laut dem KURIER-Bericht auch über die Rolle der Juden oder die Islamisierung Europas. Strache meint, dass man sich nach Osten orientieren müsse, weil Europa zerfallen würde wie das Römische Reich. Strache bezeichnet außerdem einen Holocaust-Leugner als „lustigen Typen“ und einen bekennenden Homosexuellen-Hasser als „geilen Typen“. (OTS)

Warten wir mal ab, ob auch die Öffentlichkeit die kompletten sieben Stunden zu sehen bekommt. Bis dahin glauben wir nur unter Vorbehalt.