Höcke erneuert Angebot an CDU und gesteht eigene Fehler ein

Björn Höcke - foto: O24
Björn Höcke – foto: O24

Thüringens AfD-Chef Björn Höcke hat sein Angebot der Tolerierung einer CDU-Minderheitsregierung erneuert und gleichzeitig persönliche wie auch Fehler seiner Partei zugegeben. „Wir sind bereit, einen großen Schritt in Richtung der Union zu tun. Wir haben eine einzigartige Situation in Thüringen“, äußerte sich Höcke am Rande des AfD-Bundesparteitags im Fernsehsender phoenix (Samstag, 30. November). Man würde ohne Vorbedingungen in Gespräche mit der CDU gehen, „und wer dann Ministerpräsident wird, muss sich aus diesen Gesprächen ergeben“. Die CDU müsse sehen, dass ihr derzeitiger Weg „in die politische Bedeutungslosigkeit führt“. Verantwortlich dafür sei die Bundeskanzlerin. „Dass Frau Merkel diesem Land schweren Schaden zugefügt hat, davon bin ich überzeugt.“ Die Union sei aufgefordert, an ihre liberale-konservativen Wertvorstellungen anzuknüpfen. „Wenn sie wieder kernig wird, wird sie automatisch einen Geist in sich haben, an den wir andocken können, wo wir uns künftig vielleicht auch als Partner sehen.“

Höcke gestand eigene Fehler in der Vergangenheit ein. „Natürlich sind hier und da Grenzverletzungen passiert, vielleicht haben wir manchmal überzogen, aber wir waren alles Neulinge vor sechs Jahren“, erklärte der Thüringer AfD-Vorsitzende. Auch persönlich habe er nicht alles richtig gemacht. „Da sind wichtige Themen in einer falschen Atmosphäre einfach vergeigt worden von mir.“ Dies sei der Tatsache geschuldet, „dass ich eben kein Politik-Profi bin“. Viele Menschen hätten ihm das inzwischen verziehen und freuten sich, dass es auch kantige Politiker in Deutschland gebe. „Wir haben gelernt, ich habe gelernt, was den Ausdruck angeht.“

5 KOMMENTARE

  1. Alles was er sagte,war und ist nicht falsch.,die Meinungsdiktatur in dieser „Bananenrepublik“ und dieses zum Teil völlig verblödetete Volk,lassen es nur falsch erscheinen

  2. Kriech Höcke kriech.

    Das Hemd sitzt immer näher als die Hose.

    Gute Diäten und Altersversorgung gewünscht.

    • Damit hat Höcke als – jetzt nur vermeintliches – Bollwerk der Wahrhaftigkeit innerparteilich fertig. Erstaunlich rascher Verbrauch. – Die Zukunft heisst Curio – gutso!

  3. @Peter Roesch

    Die AFD hat keine Zukunft, außer als 10% Nischenplazebo. Spätestens bei der nächsten BTW wird der Abwärtstrend sichtbar werden. Selbst Stagnation bedeutet Abwärtstrend, da ein (logischer) Zuwachs von Wählerstimmen nicht mit zeitgleichem Verwerfungszuwachs jeglicher Couleur einhergeht.

    Meiner Ansicht nach genau so gewollt (der Spatz in der Hand). Auch als 10%ige lässt es sich ganz gut leben, zumindest für die mutlosen, sicherheitsbewussten, nunmehr gut versorgten Funktionäre mit Existenzangst.

    PS
    Höcke wurde immer schon überbewertet und Curio ist leider auch nicht ganz astrein. Mit FDP-Meuthen, GoldmanSachs-Weidel, Sozen-Reil, Polizeistaat-Pazderski sollte dem Dümmsten klar sein, wohin die AFD-Reise geht.

    • Ich bin da vorsichtig mit schnellem Abgesang. Dieser Delegiertenparteitag in Braunschweig war mindestens mal kein kongruentes Abbild der Basis. Zum Beispiel die unerhörte Behandlung eines Wolfgang Gedeon dort entspricht nicht dem Basisgeist der AfD und disqualifiziert die Delegierten. Das Lied ist noch lange nicht gespielt.

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