Historische #FakeNews: Das Märchen von der Tulpenmanie

Wenn von Spekulationsblasen die Rede ist, dann wird häufig die „Tulpenmanie“ von 1637 herangezogen, wie beispielsweise in diesem Artikel aus der FAZ von 2008. Das alles habe es aber so gar nicht gegeben, behauptet Thorsten Pörschmann von Drescher & Cie auf der Fondsplattform, er bezeichnet die Geschichte als „FakeNews“.

In einem Video hat er die wichtigsten Fakten zusammengetragen.

Die Geschichte stammt aus einem Buch, das 200 Jahre nach dem Ereignis geschrieben wurde. Diese Behauptung lässt sich leicht überprüfen. Der Autor von Extraordinary Popular Delusions and the Madness of Crowd war der schottische Journalist Charles Mackay, das Buch wurde 1841 veröffentlicht. Mackay beruft sich für seine Darstellung nicht auf Zeitzeugen, sondern auf den deutschen Ökonomen Johann Beckmann, der mehr als hundert Jahre nach den Ereignissen zur Welt kam. Dieser wiederum hat sich auf einen niederländischen Botaniker, der allerdings zum Zeitpunkt der Geschehnisse erst zehn Jahre alt war. 

Thorsten Pörschmann prangert zahlreiche Fehler in dem Werk des schottischen Journalisten an:

  • Der Schotte habe ein Komma verschoben und aus 400 Gulden  4.000 Gulden gemacht.
  • Die angebliche Blase baute sich im Winter 1636/37 auf. Zu dieser Zeit hätten die Tulpenzwiebeln aber logischerweise in der Erde gesteckt, vielmehr handelte es sich um die ersten Futures der Geschichte.
  • Der Staat habe im Zuge der Spekulationen gehandelt und die Rahmenbedingungen für diese Futures geändert (Abnahmeverpflichtung bei 3 Prozent Sicherheitsleistung)
  • Die Preise stiegen sodann auf das 33-fache solange die Zwiebeln in der Erde steckten, dann platzte die Blase und die Preise sackten auf den Realwert.
  • Die immer wieder behaupteten dramatischen Folgen für die Wirtschaft habe es so nicht gegeben, so Pörschmann, es gäbe keine historischen Daten, die das belegen würden.

Hier der Link zum Artikel mit den enthaltenen Video und Audiodateien des Autors.

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Wolfgang van de Rydt
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