Hinzversteher vom Westfalen-Blatt verteidigt Lügen-Petra

Der Kommentar im „Westfalen-Blatt“ zur Causa Hinz, die sich entgegen ihrem Versprechen weigert, ihr Mandat niederzulegen, nachdem bekannt wurde, dass sie jahrelang die Öffentlichkeit mit einer falschen Biografie getäuscht hatte, zeigt erneut den nicht minder verwerflichen Hang mancher Qualitätsjournalisten zur Krümmung der Realität. Mögen sie ganz schnell in dem dadurch entstandenen Wurmloch verschwinden.

strafanzeige hinz
Ein Leser hat Strafanzeige gegen Petra Hinz erstattet – mit einem Klick auf die Grafik gelangt man zum Inhalt

Für die Glaubwürdigkeit der Politik sei die Lüge der SPD Politikern „ohnehin ein schwerer Schlag“, liest man da allen Ernstes, wo doch der Reichstag nur deshalb eine Kuppel hat, damit sich die Balken nicht mehr biegen müssen, das Knarzen würde nur die schlafenden Hinterbänkler erschrecken und vom Pokemon spielen abhalten.

Dann geht es weiter mit:

„Moralisch mag es verwerflich sein, nach so einem Geständnis weiterhin Diäten zu kassieren und in der Versenkung abzutauchen. Aber Petra Hinz steht vor den Trümmern ihrer politischen und persönlichen Existenz.“

Wie bitte? Wer hat dem oder den Schreibern denn, … XXXXXXXXXXXX (bitte setzen Sie an dieser Stelle in Gedanken eine justiziable Beleidigung Ihrer Wahl ein)

Geschädigt wurden weder „die Politik“ noch die betrügerische Abgeordnete, sondern die Wähler und alle Steuerzahler. Jeder normale Angestellte würde nach einem solchen Betrug fristlos entlassen ohne fortlaufendes Gehalt.

Es geht weiter mit der Täter-Opfer-Umkehr:

„Da scheint es nur logisch – wenngleich egoistisch – zu sein, jeden Cent zu retten, der ihr gesetzlich zusteht. Dafür hat sie theoretisch bis zum Ende der Legislaturperiode 2017 Zeit.“

Nun kommt der größte Witz, aufpassen, das wird hart:

„Das Mandat ist an ihre Person nicht an eine Partei gebunden. So sollen Abgeordnete in Entscheidungsfragen nur ihrem eigenen Gewissen unterworfen sein, statt einem Fraktionszwang.“

Ja, das Gewissen ist verfassungsgemäß ganz recht, der Fraktionszwang und das Parteiengesetz sind dagegen nicht mit einer freiheitlich demokratischen Grundordnung vereinbar. Die SPD kann Petra Hinz nur aus der Fraktion und aus der Partei ausschließen. Aber bitte, was soll dieses Argument an dieser Stelle?

Verfassungsgemäß ist es auch, zum Wohle des deutschen Volkes zu handeln, nicht aber zu seinem Schaden – genau den aber hat Petra Hinz angerichtet, diese xxxxx (bitte hier noch mal eine schwerwiegende, möglichst vulgäre Beleidigung nach Belieben in Gedanken einsetzen)

„Wenn Hinz es also mit ihrem Gewissen vereinbaren kann, ist es rechtens, auf ihr Mandat zu beharren.“

Verantwortlich für das Geschreibsel ist übrigens folgender junge oder alte Herr, der sich sicher über Ihren Anruf freut:

Westfalen-Blatt
Chef vom Dienst Nachrichten
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 – 585261

P.S. Ich bin etwas enttäuscht, dass der Typ nicht Kunz heißt, hätte in Verbindung mit Hinz eine tolle Schlagzeile ergeben …

 

Anzeige

für eine Banküberweisung finden Sie die Kontonummer im Impressum

Opposition 24 unterstuetzen
Ihre Email Adresse:

Hinweis zu den Kommentaren

Kommentare geben nicht die Meinung der Redaktion wieder!
Wolfgang van de Rydt
Über Wolfgang van de Rydt 280 Artikel
Freier Journalist - Autor - Musiker

1 Kommentar

Kommentare sind deaktiviert.