Hinrichtungen und Kriegsverbrechen: Haftbefehle und Festnahmen von Terrorverdächtigen

Plötzlich ist die Generalbundesanwaltschaft fleißig, das hat natürlich nichts mit den Wahlen und schon gar nicht mit dem Islam zu tun, oder?

Heute wurde der 24-jährige Syrer Majed A. in Schleswig-Holstein festgenommen.

Er ist dringend verdächtig, sich als Mitglied in verschiedenen ausländischen terroristischen Vereinigungen beteiligt und gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz verstoßen zu haben.

In dem Haftbefehl wird dem Beschuldigten im Wesentlichen folgender Sachverhalt zur Last gelegt:

Spätestens seit Anfang 2013 beteiligte sich der Beschuldigte an Kampfhandlungen gegen die Regierung des syrischen Machthabers Assad. Zunächst schloss er sich einer zur „Jabhat al-Nusra“ gehörenden lokalen Miliz an und beteiligte sich an Gefechten mit Truppen des syrischen Machthabers Assad. Dazu wurde er mit einem AK-47 Sturmgewehr ausgestattet. Später wechselte Majed A. zu den „Ahrar al-Sham“. Auch hier erhielt er ein AK-47 Sturmgewehr. Schließlich schloss sich Majed A. dem sogenannten Islamischen Staat an, nachdem die Terrororganisation 2014 die Kontrolle über die Region Raqqa übernommen hatte. Zum Jahreswechsel 2014/2015 kämpfte er für den „IS“ im Nordwesten Syriens gegen kurdische Milizen. Im Sommer 2015 soll er von der Terrororganisation den Auftrag erhalten haben, nach Europa zu reisen. Am 10. August 2015 reiste Majed A. in das Bundesgebiet ein.

Gestern wurde der laut GBA „mindestens 19-jährige“ Iraker Abbas R. verhaftet.

Der Beschuldigte schloss sich spätestens im Juni 2014 in Mossul/Irak dem sogenannten Islamischen Staat an. Er war unter anderem beim Abtransport zweier vom „IS“ ermordeter Schiitinnen zugegen. Im Oktober 2014 war er bei der Hinrichtung eines vom „IS“ gefangen genommenen irakischen Offiziers dabei. Unmittelbar vor dessen Ermordung demütigte er den Gefangenen, indem er ihn unter anderem beschimpfte und bespuckte.

Ebenfalls gestern wurde der 31-jährige Iraker Raad Riyadh A. A. festgenommen.

Er schloss sich spätestens im Juni 2014 in Mossul/Irak dem sogenannten Islamischen Staat an und tötete gemeinsam mit weiteren Mitgliedern in seiner Nachbarschaft zwei Schiitinnen. Vier Monate später, im Oktober 2014, beteiligte sich Raad Riyadh A. A. an der Hinrichtung eines vom „IS“ gefangen genommenen irakischen Offiziers. Gemeinsam mit weiteren Mitgliedern der Terrororganisation führte er den Gefangenen zu dessen Hinrichtungsort und bewachte ihn während der Hinrichtung. Daneben brachte der Beschuldigte Waffen der irakischen Polizei und der Armee in seinen Besitz und gab sie anschließend an den „IS“ weiter. Zudem erpresste er für die Terrororganisation Gelder unter anderem von Ladenbesitzern. Am 31. Juli 2015 reiste Raad Riyadh A. A. nach Deutschland ein. Hier angekommen versuchte er zwei Landsleute für den „IS“ anzuwerben. Einen weiteren versuchte er zu einem Selbstmordattentat zu überreden.

 

 

Anzeige

für eine Banküberweisung finden Sie die Kontonummer im Impressum

Opposition 24 unterstuetzen
Ihre Email Adresse:

Hinweis zu den Kommentaren

Kommentare geben nicht die Meinung der Redaktion wieder!
Redaktion
Über Redaktion 5630 Artikel
Frisch aus der Redaktion

1 Kommentar

  1. Na ja wenn man den Rest eines ganzen Jahres sich die fetten Hintern platt sitzt kann man ja auch, ehe der Job flöten geht, ( bei anderen Riegierungskonstellationen ) mal so tun als täte man was.

Kommentare sind deaktiviert.