@HGMaassen: Die beste Form der Integration ist die Assimilation

Hans-Georg Maaßen – Foto: O24

Gestern hatte ich die Gelegenheit, Hans-Georg Maaßen bei seinem Vortrag: „Der Rechtsstaat als Basis der sozialen Marktwirtschaft“ zu erleben. Herzlichen Dank an dieser Stelle für die Einladung an den Deutschen Arbeitgeberverband (DAV) .

Zu Beginn schildert Maaßen kurz die hinlänglich bekannten Umstände, die zu seiner Entlassung aus dem Amt des Präsidenten des Bundesamtes für Verfassungsschutz führten. Er sei sich bewußt gewesen, so Maaßen, dass dieses Amt ein Schleudersitz sei. „Man ist ja nicht umsonst politischer Beamter … damit der Minister sagen kann, der hat den Fehler gemacht, der kann gehen. Das weiß man, wenn man die Urkunde entgegen nimmt.“ Warum er sich jetzt politisch engagiert und nicht einfach den einstweiligen Ruhestand „genießt“, erklärt der Jurist so: „Ich hätte es mir damals leichter machen können, indem ich das sage, was Friedrich August III von Sachsen 1918 gesagt hatte: dann macht doch euren Dreck alleene.“

Maaßen und die Werte-Union

„Dann gab es einen Brief von der Werte-Union an mich“, fährt Maaßen fort, „das ist der Kreis der Leute in der CDU, die sich selbst als konservativ und wirtschaftsliberal sehen, die eine andere Politik in Deutschland wollen. Ich sage, ich sehe sie einfach als realistisch an, weil sie sagen, so kann es in Deutschland nicht weiter gehen.“ Seit er die Einladung angenommen und eine erste Rede in Köln gehalten habe, engagiert sich Maaßen in der Werte-Union. Dort sei es anders, als in kleinen Vereinen, wo es viele Sektierer und Zu-kurz-Gekommene gebe. In der Werte-Union befänden sich vielmehr viele durchsetzungsstarke Persönlichkeiten, die mit dem Mainstream nicht einverstanden seien. Keine Pöstchenjäger, sondern Leute, die eine andere Politik haben wollen.

Was ihn antreibt: Sorgen um Deutschland

Dann kommt Maaßen auf seine Sorgen um unser Land zu sprechen. Zuerst geht es um die Integrationspolitik und seine Mitwirkung bei den Änderungen der Zuwanderungsgesetze. Die Migrationspolitik der letzten beiden Jahrzehnte seien aus seiner Sicht nicht mit dem Wortlaut des Gesetzes in Einklang zu bringen. Besondere Sorgen bereite ihm die Tatsache, dass seit 2012 weit über zwei Millionen Menschen aus überwiegend islamischen Ländern aufgenommen worden seien, großenteils junge Männer, die Familiennachzug in Anspruch nehmen (100.000 pro Jahr) und er frage sich, auf welcher Rechtsgrundlage das geschehen sei. Er erwähnt die großen Terroranschläge in Großbritannien und Frankreich, Belgien und Deutschland, wo „Personen diese Anschläge begangen haben“, die als integriert galten. „Formal gesehen“ ergänzt Maaßen. „Sie sprachen fließend Englisch oder Französisch, hatten einen Schulabschluss, aber eigentlich waren sie gar nicht integriert.“ Integration bedeutet, so Maaßen, man möchte sich in unsere kulturellen und gesellschaftlichen Verhältnisse eingliedern. Und dann lobt er Otto Schily als den besten Innenminister und Chef, den er gehabt habe und zitiert ihn mit folgenden Worten: „Die beste Form der Integration ist die Assimilation.“ Das habe er so um 2001 herum gesagt. „Man stelle sich vor, das würde jemand heute sagen ….“

Deutsche haben kein Interesse, Deutsche zu sein

Warum sollten Ausländer die „Sprache der Ungläubigen“ lernen, wenn sie doch in eine Gemeinde kämen, wo jeder, vom Arbeitgeber bis zum Bäcker die Heimatsprache spricht und es keine Sanktionen gibt? Maaßen erzählt, wie er Integrationskurse besucht habe, wo die Unwilligen ihm erklärten, dass sie gar kein Interesse an Integration hätten, weil die Deutschen selber keine Deutschen sein wollten …

Integrationspolitik ist aber nicht das einzige Feld, das Maaßen Sorgen bereitet. Stichwort Meinungsfreiheit. Maaßen kritisiert Merkel für ihre flapsige Aussage: „Ich finde, wir haben hier Meinungsfreiheit“. Umfragen hätten das Gegenteil bestätigt. Von den 18 Prozent, die immer noch behaupten, es gebe in Deutschland keine Einschränkung der Meinungsfreiheit, seien wohl der größte Teil Politiker und Journalisten. Der Rest der Bevölkerung sehe das offensichtlich anders.

Es geht weiter um Indoktrination an Schulen und Universitäten, Fridays for Future und Studenten, die Vorlesungen stören. Dies sei ihm in seinen 18 Jahren als Dozent häufiger passiert. Er bemängelt die mangelnde Zivilcourage mancher Professoren, sich gegen diese Zustände zur Wehr zu setzen.

Ein weiterer Punkt ist der Niedergang unserer Industrie. „Wir sind noch nicht mal in der Lage, ohne die Chinesen 5G hinzubekommen.“ Und so geht es weiter, Punkt für Punkt wird abgearbeitet, der jedem auf der Seele drückt, der mit offenen Augen durch das Leben geht. Immer wieder Applaus, kein frenetischer Jubel, keine Hetze, weder im Publikum noch von Maaßen selber hätte der gemeine Mainstream-Journalist geboten bekommen, wenn er denn anwesend gewesen wäre. Bei dieser Veranstaltung bleibt mir also der sonst übliche und recht amüsante Abgleich mit den Berichten in der Qualitätspresse vorenthalten. Schade eigentlich, denn das ist oft das Bonbon mühsamer Vor-Ort-Recherche, wenn man im Nachgang den Eindruck hat, in einer Parallelwelt gewesen zu sein oder dass die „Kollegen“ von TAZ bis Spiegel möglicherweise Stimmen hören, die ihnen Worte einflüstern, die sie dann dem politischen Gegner in den Mund legen.

Maaßen meckert nicht nur, sondern fordert auch zum Handeln auf und will Hoffnung wecken. Mit den Worten der Kanzlerette, „Wir schaffen das“ .meint er die Politikwende, die nötig sei, um die Geschicke unseres Landes wieder in geordnete Bahnen zu lenken.

Ich muss zugeben, hier bin ich nicht so optimistisch. Es kein abwegiger Gedanke, innerhalb der Union den Aufstand zu proben, eine Wende einzuleiten und nicht nur der AfD das Feld der Opposition zu überlassen. Realpolitisch macht das Sinn, dadurch eine konservative Mehrheit anzustreben. Aber ….

Auf die Frage aus dem Publikum nach einem Fehler im System der BRD kommt Maaßen auf das Parteiensystem zu sprechen. Das Grundgesetz lobt er als „beste Verfassung, die wir je hatten“, die aber nicht fehlerfrei sei. Insbesondere die Abhängigkeit des heutigen Typs Berufspolitiker vom Mandat sei ein großes Problem, ebenso die Parteilisten. Dazu habe der lange Marsch durch die Institutionen bereits 1968 begonnen und den Rechtsstaat und die Politik deformiert.

Uns läuft die Zeit davon. Es hat immerhin doch ein paar Jahrzehnte gedauert, unsere Gesellschaft und nun auch die Wirtschaft in den Ruin zu treiben. Wie hoch muss nur das Ausmaß der destruktiven Energie sein, die dahinter steckt?

Kriegen wir wirklich noch mal die Kurve, bevor uns der ganze Laden um die Ohren fliegt?

Erhards Erben: Thesen zur Verteidigung der sozialen Marktwirtschaft

 

6 KOMMENTARE

  1. Herr Maaßen hat durchaus recht, nur „tut“ er das, was Deutsche am besten können. Reden und von anderen fordern. Wie wäre es, wenn die angeblich durchsetzungsstarken Leute in der Werteunion, ihn eingeschlossen, endlich handeln? Nein, das werden sie nicht, denn dann hätten sie Nachteile. Ferner sollte er die latente Hetze gegen die AfD lassen, denn a) steht eine angeblich konservative Werteunion in der Mitte neben der AfD, da würde es eng, aber nicht unmöglich, obwohl zuviel Konservatives. Das Übel ist, neben dem Merkel-Regime, der Blödmichel. Weil er sich schämt, Deutscher zu sein. Diese Krankheit hat schon Heine bemängelt, lange vor den Weltkriegen. Man kann Deutsche nicht heilen, das könnten nur sie selbst, wenn sie wollten und verstünden. Aber neben Schubladendenken kennen sie nur schwarz und weiss, keine Nuancen.

  2. Wer einmal Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz war ist nicht nur irgendein Teil des Systems, so wie irgendein Richter oder ein Propagandist (die nennen sich in diesem Staat „Journalisten“) nein, so jemand ist eine tragende Säule des Systems.

    Zitat: „…Er bemängelt die mangelnde Zivilcourage mancher Professoren, sich gegen diese Zustände zur Wehr zu setzen….“

    So reden sie immer, die ehemaligen hohen Würdenträger, wenn das System sie ausgespuckt hat und sie nichts mehr zu verlieren haben.

    CDU Werte-Union ? Lächerlich. Ein Heuchler wer wider besseres Wissen sagt, man müsse das System von innen heraus verändern. Ein Narr wer das behauptet und es auch noch wirklich glaubt.

  3. Wenn ich das schon lese, das GG als beste Verfassung die wir je hatten! Das ist doch nichts anderes als das Erfüllungsinstrument des Besatzungsstatuts, womit die Besatzer ihre Ziele erreichen wollen. Und damit ihnen da keiner dazwischenquatscht von deutscher Seite, hat man am 23.05.1945 einfach die letzte deutsche Regierungsbastion geschleift. Damit konnte auch das Deutsche Reich seine Rechte, die diesem und dem originären deutschen Staatsvolk nach der HLKO zustehen, nicht mehr vertreten.

    Wie praktisch für die Besatzer, dann muß man auch nicht die Reparationen an das Deutsche Volk und das Deutsche Reich zahlen, die diesem nach der HLKO in Milliardenhöhe zustehen!

    Jeder Mörder hat das Recht auf ein gerechtes Verfahren, die Besatzer aber haben die Deutschen mundtot gemacht und verurteilt zum Schuldkult.

    Dokmed für die GgköR „Deutsche Identität“.
    Anmerkung:
    Die Nichtverbreitung dieses Beitrags wäre ein Rechtsbruch nach Artikel 140 GG und eine Verbrechensbeteiligung zusammen mit der BRD gegen das Deutsche Volk und Deutschland als Ganzes!

  4. Der weiß bestimmt nicht, dass sich diese „Kulturen“ niemals eingliedern werden. Warum sollten sie, wie könnten sie sich Ungläubigen unterwerfen?
    Nee nee, woher sollte jemand wie Maaßen so was auch wissen?

    Übrigens, alles schon mal da gewesen:
    „Meine Damen und Herren, das Maß des Zumutbaren ist überschritten (…) Bevor wir neue Zuwanderung haben, müssen wir erstmal die Integration der bei uns lebenden ausländischen Kinder verbessern.“

    „…natürlich war der Ansatz zu sagen, jetzt machen wir hier mal Multikulti und leben so neben einnander her und freuen uns über einnander … Dieser Ansatz ist gescheitert, absolut gescheitert!“

    Maaßen ergänzt lediglich um:
    Deutsche haben selber Schuld, dass es nicht klappt. Es kann aber klappen!?

    Naja was solls. Zumindest setzt sich der oberster Überwachungsspezialist für flächendeckendes 5G ein. 🙂

    Fröhliches assimilieren gewünscht. „Wir sind Groot“

  5. Zitat: „…Jeder Mörder hat das Recht auf ein gerechtes Verfahren, die Besatzer aber haben die Deutschen mundtot gemacht und verurteilt zum Schuldkult….“

    Richtig. Ein guter Kommentar. Einer der ganz weinigen in diesem Land, der klar sieht, was hier vor sich geht. Wenn man der Mehrheit der Gehirn gewaschenen und durch Propaganda verblödeten Deutschen gewisse Wahrheiten mal blitzartig ins Bewusstsein brennen könnte, würden sie wohl aufgrund der plötzlichen Erkenntnis dem Irrsinn verfallen oder fluchtartig im Vergessen Zuflucht suchen. Nach dem Motto – alles Unsinn, sowas kann doch gar nicht wahr sein. Die Mächtigen können sich nur an der Macht halten, weil die Mehrheit, also „das Volk“, so unwissend ist.
    Wer die Vergangenheit beherrscht, beherrscht die Zukunft. Wer die Gegenwart beherrscht, beherrscht die Vergangenheit….ganz einfach.

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