Ich sage es rundheraus – Myriam Kern und ich waren noch nie Freundinnen. Ihre Reden fand ich stets zu lang, ihre Auftritte exaltiert und ihre Haare zu blond und fehlerfrei frisiert. Hinzu kamen der penetrante Pfälzer Dialekt und ihr Bestreben, bei Demozügen – im Gerangel mit den anderen aufstrebenden Jeanne d’Arcs – in der ersten Reihe direkt hinter dem Banner zu marschieren. Ganz gleich, auf welche Demo man nach der brutalen Schlachtung der 15-jährigen Mia Valentin durch ihren „minderjährigen“ Ex-Freund, dem Afghanen Abdul Mobin Dawodzai, im Dezember 2017 ging – Myriam war überall präsent.

Helden müssen nicht gefallen

Myriam Kern hielt als Erste allein im Januar 2018 vor dem Landauer Rathaus eine Mahnwache zum Schutz der Kinder ab. Dazu gehört Chuzpe und eine gehörige Portion Geltungsbedürfnis. Aber so sind sie nun mal – die Helden. Weder perfekt, noch stromlinienförmig, sondern mit Ecken und Kanten, unangenehmen Eigenschaften und dem enervierenden Drang, ihre Meinung auch gegen die geltenden Regeln kundzutun – ganz gleich, ob man sie hören will, oder nicht.

Helden sind bereit, ihr Gesicht zu zeigen – was in diesen Zeiten eine ganz neue Dimension gewinnt. Sie sind willens, ihr Leben und ihre Existenz für eine Sache aufs Spiel zu setzen. Ganz einfach, weil sie an sie glauben und weil die Sache ihnen wichtiger erscheint als ihre eigene Existenz. Die Konsequenzen ihres Handelns sind im voraus nicht abzusehen. Aber da sie für ihre Überzeugung brennen, wagen sie den Schritt ins Ungewisse und – das ist das Fatale und Faszinierende – können danach nicht mehr zurück.

Helden stehen zunächst allein

Ein Held weiß, dass er alleine und gottverlassen als Stimme in der Wüste singt. Er erduldet, wie Myriam Kern, mit Bauschaum verklebte Briefkästen, verleumderische Flugblätter und mit Farbe besprühte Hausfassaden, während Freunde und Kameraden in Ohnmacht erstarren und sich verstecken.

Ein Held lebt intensiv und hat nur sein Ziel im Blick. Und sobald er dieses Ziel erreicht hat, wenn es ihm gelungen ist, den Anfang im Widerstand gegen eine schier unüberwindbare Übermacht zu machen und seine Wirkmacht ausstrahlt, gibt es kaum etwas Beglückenderes als zu sehen, wie andere Menschen aufstehen und „Nein“ sagen.

Daher sind Helden so bedrohlich. Ob sie nun zickig sind, sich in den Vordergrund drängen, oder stur auf ihrer Meinung bestehen – all dies tritt irgendwann in den Hintergrund, weil sie zu Opfern bereit sind, die andere nicht auf sich nehmen wollen und genau deshalb in anderen Menschen Hoffnung entfachen.

Und so nimmt es wenig Wunder, dass heutzutage jeder Anflug des Heldentums und die Erfahrung der eigenen Wirkmacht erbittert bekämpft werden.

Warum der Kampf gegen Myriam Kern?

Worauf fußt nun der Kampf gegen Myriam Kern, deren Gesicht seit Wochen ohne Unkenntlichmachung in den Pfälzer Zeitungen abgebildet wird?

„Thomas Linnertz, der Präsident der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) Trier wird „in Kürze“ eine Entscheidung über die Einleitung eines Disziplinarverfahrens über die „Landauer Förderschullehrerin Myriam Kern“ treffen. (…) Die Förderlehrerin hatte über Jahre hinweg unter anderem auf rechtsextremen Demonstrationen gesprochen und sich rassistisch geäußert. Ein Beispiel: Auf dem Landauer Obertorplatz sprach sie am 3. August 2019 von einer „Auslöschung der Einheimischen“ und einer „Umvolkung“, man wolle ein dummes „Mischvolk“ schaffen. (…) Nach anhaltenden Protesten von Eltern und Lokalpolitik wurde sie vom ADD aus dem Klassensaal genommen.“ (Pfälzer Tageblatt, 20.10.2020)

Die Eltern und Politiker Landaus lehnen also Myriam Kerns Aussagen ab, die sie vor über 1 Jahr bei verschiedenen Demos getätigt hat. Sie störe den Schulfrieden, stand in den Zeitungen – dann muss dies wohl so stimmen. Dennoch stellen sich folgende Fragen:

Myriam Kern stört einfach

Waren die Politiker und Eltern selbst bei den Demos und haben Myriam Kerns langatmige Reden über sich ergehen lassen, oder berufen sie sich auf Hörensagen?

Wenn sie denn bei den Demos waren – warum haben sie teilgenommen, wenn sie doch solch extreme Inhalte ablehnen? Die dauererregte Fixierung auf einige wenige Aussagen von Myriam Kern und deren empörte Zurückweisung als „Rassismus“ erinnern mich an verklemmte Gouvernanten, die sich tagsüber vor ihren Schützlingen als moralische Instanz aufspielen und nachts heimlich zum Stelldichein mit dem Hausherrn schleichen.

Sind sie schlicht wütend darüber, dass Frau Kern – wie es für Helden so typisch ist – den Finger in die Wunde legt, den beschaulichen Frieden stört und sich die Bürger inzwischen einer unangenehmen Kontaktschuld ausgesetzt sehen, wenn sie den Namen ihres Dorfes erwähnen? (Focus, 2.09.2020)

Oder soll ein weniger aufmüpfiger Lehrer mit entsprechendem Parteibuch Frau Kerns Platz einnehmen? Das gäbe es nicht zum ersten Mal und ließe sich im Windschatten der Rassismusdiskussion unauffällig arrangieren.

Der Schutz der Kinder interessiert nicht

Das eigentliche Thema – der brutale Mord an der 15-jährigen Mia Valentin durch den illegal eingewanderten Afghanen Abdul Mobid Dwadzai, dessen Abschiebung bereits hätte vollzogen werden müssen – wird wie schon vor 2 Jahren sorgfältig ausgespart.

Dabei könnte man sich doch keine bessere Lehrerin wünschen als Myriam Kern, die für den Schutz der Kinder auf die Straße geht, die Gefahren der Migration junger Männer aus archaischen Kulturen aufzeigt und weitere Übergriffe auf einheimische Mädchen vermeiden will.

Doch darüber schweigen die Landauer Eltern und Lehrer, die nichts unversucht gelassen hatten, Myriam lediglich wegen der Wahl ihrer Worte von der Nordringschule zu entfernen. Sie schweigen angesichts der Ereignisse, die Myriam Kern prophezeit hat – hohe Kriminalitäts- und Vergewaltigungsraten unter Migranten, zunehmende Kopftücher selbst bei Grundschülerinnen und jüngst die Enthauptung des französischen Lehrers Samuel Paty durch einen muslimischen Migranten.

Auch Myriam Kerns Dienstort, die Landauer Nordringschule, hüllt sich trotz der zunehmenden Migrantengewalt in Schweigen. Sie folgt der Herdenmoral und beabsichtigt, dem bundesweiten Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ beizutreten.

Myriam Kern – die unangepasste, eigensinnige Pfälzerin – stand im Januar 2018 und seit ihrer Entfernung aus dem Klassenraum am 26.08.2020 lange alleine da.

Inzwischen hat ihr Heldentum zahlreiche Menschen inspiriert. Leserbriefe wurden zu Myriam Kerns Verteidigung geschrieben und seit Wochen gibt es Demos und Mahnwachen vor dem Gebäude der Zeitung „Die Rheinpfalz“ in Landau.

Die Befürchtungen der Machthaber haben sich also bestätigt. Heldentum wirkt, es ist ansteckend und läßt Menschen, die sich davon inspirieren lassen, über sich hinauswachsen – im Kampf für eine bessere, eine freiere Welt.


6 KOMMENTARE

  1. Ich sage es rundheraus – Der weiberhaufen in Kandel und ich waren noch nie Freunde. Ihr Gebaren fand ich stets zu hysterisch, ihre Auftritte exaltiert und deren hausmännchen zu brav und fehlerfrei dressiert.

    • Gehässige Dauerstänkerer wie „Hiob-Durchfall-Menstrualtasse-Gretel usw.“ gegen oppositionelle und andere Frauen braucht die oppositionelle Bewegung so dringend wie Hundescheisse am Schuh.
      Warum gibt O24 dieser miesen Type ein Forum ? Will man die Leserinnen und Autorinnen vertreiben ?

  2. Wer halbwegs zwischen den Zeilen lesen kann erkennt, dass es vorrangig nicht um die Sache selbst geht, sondern das feministische Projekt „frauenbündnis“ Priorität hat (warum nicht einfach nur „Bündnis“?). Es ist kein Heldentum, sondern im Kern schon idiotisch, eine Hälfte in den Hintergrund zu drängen, bzw. auszuschließen, oder anders formuliert, sich selber ohne Not in den Vordergrund zu drängen.

    Wie erfolgreich diese „Projekt“ ist, sollte nach fast 3 Jahren klar sein.

    (Erfolg misst sich immer nur an dem was erreicht wurde)

    • Warum sollten Frauen und Mütter kein Bündnis schliessen, wenn auch Kinder und Jugendliche wie Mia, Leon, Susanna, Niklas und hunderte andere abgeschlachtet werden ?

      Sollen sie etwa tatenlos zuschauen, weil eine Frauen-Initiative gehässigen Altsexisten nicht passt ?

      P.S. Auch mutige Männer machen mit, siehe Video :

  3. Solidarität mit der gemobbten Myriam Kern !
    Dass diese couragierte und verdiente Lehrerin aus ihrem Job vertrieben wird, weil sie sich für den Schutz von Kindern und für die Demokratie einsetzt, ist eine Schande !
    Hier ein Auszug aus der ausgezeichneten Rede von Myriam Kern zum Thema Meinungsfreiheit :

    „Die mit uns geborene Verfassung ist die Freiheit.
    Die Meinungsfreiheit ist Menschenrecht und rechtlich festgeschrieben im Grundgesetz.
    Eine Meinung muss sachlich sein, für die Sachlichkeit ist derjenige verantwortlich, der die Meinung äußert. Alles andere wäre Bevormundung.
    Die Grenzen der Meinungsfreiheit legen die Gesetze in der Verfassung fest. Und keiner hat das Recht die Meinung der Bürger zu beschneiden. Kein Politiker, keine Medien und auch keine weiteren Akteure!
    Die Meinungsfreiheit, besonders die außerparlamentarische Opposition ist essenziell für die Demokratie. Sie hat das Recht sich ganz nach ihren eigenen Ideen zu äußern, sie muss lediglich Recht und Gesetz einhalten.
    Meinungsfreiheit ist die Basis der Demokratie und zu ihr gehört auch die Informationsfreiheit. Die Medien haben die Pflicht allen Meinungen einen öffentlichen Raum zu geben, die sich an Recht und Gesetz halten. Leider versagen sie, und hetzen vielfach gegen andere Meinungen, die hat den Frieden in Deutschland massiv beschädigt.
    Meinungsfreiheit muss von Staat, der wir alle sind, geschützt werden. Jeglicher staatliche, persönlicher, gesellschaftlicher und beruflicher Zwang gegen Andersdenkende ist nicht nur strafbar sondern auch eine schwere Missachtung unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung und beschädigt damit massiv unsere Demokratie!“

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