Heuchelei gegen Chinesen

#YulinDogMeatFestival schockt Kritiker und deren Kritiker

Das Warten auf den Grexit wurde heute mit der Aufregung über das Hundefleisch Festival in China verkürzt.

Die griechische Tragödie zieht sich wohl noch ein wenig mehr in die Länge, aber unerträglicher für Tierfreunde und Hundeliebhaber müssen die Bilder aus China gewesen sein.

„Kaum zu glauben, aber die essen ja immer noch Hunde  – widerlich – barbarisch“ und ähnlichen Mist konnte man in den Sozialen Netzwerken lesen.

Wie viele der Hundeliebhaber darunter halten wohl ihren besten Freund in einer viel zu kleinen Großstadtwohnung inmitten von Beton und rennen drei Mal die Woche für viel Geld zu einem Hundetrainer, dann noch zum Tierpsychologen, Heilpraktiker und anschließend noch zum therapeutischen Schwimmen?

Dabei hat man in Europa, auch in Deutschland Hundefleisch gegessen, nicht nur in Kriegszeiten, sondern noch im Kaiserreich galt das durchaus als Delikatesse, wie der Dichter Wilhelm Busch zu berichten wusste. In der Schweiz hat sich diese Vorliebe in einigen Gegenden sogar bis ins 21. Jahrhundert gerettet.

Ach so unerträglich sind auch die vielen Pferdemetzgereien, die es oft im Rheinland (Sauerbraten) oder in den Niederlanden (Frikandeln) noch gibt. Das finden Leute, die glauben, dass man Pferden was Gutes tut, wenn man auf ihnen reitet, gar nicht schön.

Wie viele Leute, die sich über das Hundefleischfestival aufregen haben einen Vogel? Wenn nicht im Kopf, dann vielleicht zuhause im Käfig…

Wer von ihnen hat jemals ein Schlachthaus besucht und die Schweine und Rinder, lange bevor sie so unglaublich „human“ betäubt werden, schreien und quieken hören? Glaubt man dann noch das Märchen von den guten Tierschutzgesetzen in Deutschland, die ja auch immer ganz strikt eingehalten werden und dass die Tiere von ihrem Tod nichts mitbekommen?

Schmeckt das Steak am Abend im Grillhouse während beim Essen der Blick auf dem beruhigenden Aquarium weilt? In dem die vielen bunten Fische so putzig hin und her schwimmen?

Bei der Gelegenheit kann man auch gleich wieder von den barbarischen hundeschlachtenden Chinesen einen Bogen zu den schächtenden Juden und Moslems schlagen. Die mögen zwar keine Hunde essen, aber dafür muss jedes Tier per Kehlschnitt vollständig ausbluten, weil das Fleisch sonst nicht koscher oder halal ist (rein).

Protestieren statt respektieren – Barbaren sind immer die anderen – heute die Chinesen, morgen wieder die Vogelfänger in Italien, dann die Robbenschlächter in Kanada, Japan und unter den Eskimos. Übermorgen wieder die Kükenschredderer in den Fabriken.

Vielleicht haben Sie schon mehrfach die Herr der Ringe Trilogie gesehen – für dieses Spektakel, also nicht mal zum Essen, nur zum Vergnügen der Zuschauer, also Sie, haben etliche Pferde ihr Leben gelassen.

Das trifft wahrscheinlich auf so ziemlich jeden zweiten Film mit Pferden als Komparsen zu – ob Winnetou, John Wayne oder das Wagenrennen in Ben Hur…

Lassen Sie sich keinen vom Pferd erzählen, wenn es um Tierrechte geht und einen respektvollen Umgang mit ihnen.

Im Zeitalter der Maschinen und Automobile braucht man Pferde nicht mehr als Fortbewegungsmittel.

Pferde brauchten den Menschen sowieso noch nie. Sie machen diesen Eindruck, weil sie dressiert werden, auch wenn der Pferdeflüsterer so tut, als verstünde er etwas von den Tieren. Er ist ein Schwindler, der ihnen und sich selbst etwas vorgaukelt. Er versteht diese Tiere nicht, sonst würde er nicht auf ihnen reiten. Er versteht etwas davon, wie man sie dressiert.

Vergessen Sie auch die ekligen Froschfresser in Frankreich nicht, das sind keine Asiaten und denken Sie einmal daran, an welcher Stelle der Nahrungskette in unserem Finanzsystem die meisten Chinesen stehen! Und wo stehen Sie, wer beutet Sie aus?

Auf der ganzen Welt geht der Mensch mit Tieren und seinesgleichen nicht zimperlich um und jeder trägt seinen Teil dazu bei…

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2 Kommentare

  1. Was erwarten man von einem Land wie der BRD, wo Hunde besser behandelt werden als Kinder. ;-)

  2. Nur Veganer sind wahre, konsequente Tierfreunde und -schützer.
    ALLE Fleischesser sind pervers, dekadent!!!
    Solange es Schlachthöfe gibt, wird es auch Schlachtfelder geben…
    @radaubruder: Dummer Klischee-Kommentar!

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