Griff ins Klo: #AfD, Zensur, Gegenzensur und der neue Presseausweis

„Der AfD-Europaabgeordnete Marcus Pretzell hat einzelnen Journalisten die Teilnahme an einer Veranstaltung der europäischen ENF-Fraktion verweigert“, schreibt die FAZ, die häufig tendenziös über die AfD berichtet. Wie man in den Wald hinein ruft, so schallt es wieder hinaus, möchte man meinen, aber der Pressesprecher der AfD, Christian Lüth, hat die Maßnahme kritisiert.

Die Mitteldeutsche Zeitung „fühlt sich dabei direkt an die Praxis der rechtsextremen NPD erinnert, die es gern ebenso hielt mit den Medien. Mit den vollmundigen Bekundungen der AfD, wie sehr ihr die Demokratie am Herzen liege, lässt sich die am Donnerstag bekannt gewordene Zensur der öffentlichen Meinungsbildung jedenfalls nicht vereinbaren. Die Partei disqualifiziert sich damit selbst. Heute trifft es die „Lügenpresse“, morgen vielleicht andere, der AfD unliebsame Gruppen. Als Demokrat muss man sich jetzt wehren.“

Die ARD, die auch von dem Ausschluss betroffen ist, will eventuell rechtliche Schritte einlegen.

Man könnte nun fast mit den Alpha-Journalisten Mitleid haben, besonders wenn mit dem Argument „der demokratischen Grundwerte“ zu Felde gezogen wird, aber wie halten es die Herrschaften selbst mit der Pressefreiheit? Mit der FakeNews-Keule soll ab 2018 ein bundeseinheitlicher Presseausweis eingeführt werden, es riecht förmlich nach Zensur und das unter dem Beifall jener Alpha-Journalisten.

Zensur: Innenminister wollen offiziellen Presseausweis einführen

Etwas näher mit dem Thema hat sich auch Klemens Volkmann auf Tichys Einblick befasst.
„Journalisten unter staatlicher Kontrolle“

Wer nach staatlicher Kontrolle und Zensur schreit, muss damit rechnen, dass ihm dasselbe widerfahren kann. Es ist nicht das erste Mal, dass die AfD Journalisten ausschließt und wird wahrscheinlich auch nicht das letzte Mal sein. So oder so kann man aber mit solchen Maßnahmen keine tendenziöse Berichterstattung verhindern.

Die teuren gebührenfinanzierten Staatsmedien fürchten aber in erster Linie um ihre Pfründe, weniger um die Demokratie, auf deren Zwangsabgabe sie angewiesen sind. In Zeiten des modernen Internets kann man das Informationsbedürfnis der Bürger direkt stillen – per Twitter, Facebook und Livestream von Veranstaltungen. Der mündige Bürger kann selbst entscheiden ohne den öffentlich-rechtlichen Filtermoderator, was er für richtig oder falsch hält. Mit dem Konzept, die Mainstreampresse zu meiden und eigene Kanäle zu nutzen, wurde die Fünf-Sterne-Bewegung in Italien aus dem Stand heraus zur zweitstärksten Fraktion im Parlament. In diesem Jahr könnte sie gar als Wahlsieger aus den Parlamentswahlen hervorgehen.

Noch aberwitziger ist der Aufschrei der Ausgeschlossenen, wenn man die heutige Praxis bei Parlamentssitzungen und Ausschüssen oder Gerichtsverhandlungen bedenkt. Wo persönliche Akkreditierung verlangt wird, was meistens der Fall ist, haben freie Journalisten immer das Nachsehen, es sei denn, sie sind im Auftrag von FAZ oder ARD unterwegs. Gab es jemals einen Bericht darüber, dass man regelmäßig die Kleinen nicht mitspielen lässt?

Und welchen Beifall fanden die in letzter Zeit sich häufenden Boykottaufrufe gegen unliebsame Magazine, Zeitungen und Publikationen?

Wer nun wem zuerst ins Klo gegriffen hat, um in dessen Scheiße herum zu wühlen, ist auch die große Frage in den USA, bei der angeblich „geheime“ Dienste“ und angeblich seriöse Journalisten ihre Finger im Spiel haben. Auf diesem Niveau begegnen sich gewöhnlich Kinder im Alter zwischen 3 und 5 Jahren. Bis zum Eintritt ins Schulalter sind die meisten Kinder dann (noch) in der Lage, ihre Konflikte gewaltfrei beizulegen, wozu meist eine gegenseitige Entschuldigung reicht. Wer es nicht glauben mag, möge ein wenig in der einschlägigen Literatur der Entwicklungspsychologie nach recherchieren. Wie man dieser Meldung entnehmen kann, besteht besonders bei der ARD ein deutlich erkennbarer Fortbildungsbedarf:

V. Herres, DasErste on Twitter

Erklärung der ARD-Chefredakteure zur Ankündigung der AfD, uns nicht vom Treffen rechtspopulistischer Parteien am 21.1. berichten zu lassen:

 

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1 Kommentar

  1. Die GEZ – zwangsfinanzierten nicht zu akkreditieren ist nur logisch.
    Dass die jetzt das Heulen anfangen, zeigt doch nur, dass sie richtig getroffen wurden.
    Der geneigte Michel merkt so vielleicht, dass die hier das Ende ihrer mit Steuergeldern erpressten Möglichkeiten erreicht haben.

    Das ist gut so, wird aber an dem Kleber´schen Geseiere und dem Seiber´schen Geseibere nicht viel ändern.

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