Griechenland muss endlich erwachsen werden

Schuldenorgie geht weiter

EU Flagge varoufakis griechenland euroUnd wieder bekommt Griechenland Zahlungsaufschub. Anders war es auch nicht zu erwarten. Natürlich wird der Euro weiter fließen, damit die Schuldenunion nicht zerfällt.

Der Staatsbankrott und der damit verbundene Austritt aus der Eurozone wäre zu verkraften, doch die Signalwirkung auf andere Schuldner ist nicht zu unterschätzen – das griechische Beispiel soll keine Schule machen. Verhindern lässt sich das aber nicht.

Das Handeln von Brüssel und Athen ist grob fahrlässig, denn der Kollaps des Systems ist vorprogrammiert.

Je länger er hinausgezögert wird, desto schlimmer und unvorhersehbarer sind die Folgen. Genau deshalb setzen die Akteure alles daran, das Kartenhaus solange wie möglich vor dem Einsturz zu bewahren. Die griechische Regierung weiss die Lage für ihre Zwecke zu nutzen, doch die Wirklichkeit lässt sich nicht auf ewig verdrängen.

Griechenland befindet sich fortwährend in einer Staatskrise, genau genommen seit der Gründung 1827.

Nach der Unabhängikeit ist kein neues griechisches Selbstbewusstsein enstanden, es fand keine echte Aufarbeitung der osmanischen Herrschaft statt. Geblieben, und von einer Generation an die nächste weitergegeben, ist das tiefsitzende Misstrauen des Volkes gegen den Staat, das sich vor allem darin ausdrückt, keine Steuern zu zahlen.

Erster König von Griechenland wurde der bayrische Prinz Otto, Sohn von König Ludwig. Die europäischen Großmächte machten ihren Einfluss geltend und verhinderten durch die Errichtung einer Monarchie die Entstehung einer demokratischen Republik. Als Gegenleistung bekam der neue griechische Staat großzügige Kredite aus Bayern gewährt. Das erhöhte die Akzeptanz dieser Form der Fremdherrschaft, die zwar nicht mit der Brutalität und Unterdrückung durch die Osmanen zu vergleichen war, aber weiterhin Griechenland abhängig machte.

Diese Staatskredite brachten den bayrischen Haushalt später in arge Bedrängnis, denn die Griechen dachten gar nicht daran, sie zurück zu zahlen. Sie jagten den bayrischen Kuckuckskönig nach einem Aufstand aus dem Land. Dem bayrischen König Ludwig blieb nichts anderes übrig, als die Restschuld  aus seinem Privatvermögen zu begleichen.

Griechenland dehnte sein Staatsgebiet weiter aus – mit Unterstützung der europäischen Großmächte, die ihre eigenen Interessen wahrten und den Einfluss des Osmanischen Reichs damit schwächten. 1912 – 1913 konnte sich Griechenland nach den Balkankriegen um weitere Inseln vergrößern, die bis dahin noch zum Osmanischen Reich zählten.

Der Eintritt in den ersten Weltkrieg wurde ebenso erzwungen, wie auch später der Bürgerkrieg im Anschluss an den zweiten Weltkrieg (1946 -49) durch den Einfluss von Jugoslawien und Albanien und Großbritannien auf Seite der Monarchisten befeuert wurde. Die Kräfte, die schon im Widerstand gegen die deutsche Besatzung nie einig gewesen waren, standen sich jetzt offen feindselig gegenüber.

Keine zwanzig Jahre nach Ende des Bürgerkriegs putschte sich 1967 das Militär an die Macht. Erst 1973 geriet die Dikatur ins Wanken und Griechenland kehrte zurück zu demokratischen Verhältnissen. Doch die Dominanz der Oligarchen blieb bestehen. Großreeder, wie Onassis, konnten vor allem deshalb ein so immenses Vermögen anhäufen, weil sie keine Steuern zahlten. Wie sich unter solchen Bedingungen das Verhältnis zwischen Staat und Bürger entwickeln soll, ist fraglich  – es kann nur fragil und von Misstrauen geprägt sein.

Damit schwächt sich Griechenland in vielerlei Hinsicht. Das Votum für Syriza war allerdings ein erstes Zeichen von einem neu erwachenden griechischen Selbstbewusstsein. Es war eine deutliche Absage an die alten politischen Kräfte.

Linke Romantiker missverstehen dies gerne als ein Bekenntnis zum internationalen Sozialismus – das ist es mitnichten –  es geht dem Wähler um nationale griechische Interessen, um den eigenen Geldbeutel, sonst nichts. Die vollmundigen Wahlversprechen, unter anderem der Kampf gegen die allgegenwärtige Korruption, werden die Linkspopulisten nicht halten können – es war auch nie ihre Absicht.

Die Chance für Griechenland liegt in der Unabhängigkeit – politisch, sowie wirtschaftlich. Erstmals seit der Staatsgründung hat Griechenland einen Joker in der Hand, um sich dem Einfluss der europäischen „Freunde“ zu entledigen. Die EU kann und wird es nicht wagen, den Geldhahn komplett abzudrehen, die Regierung unter Tsipras wird indes nicht die erhofften Verbesserungen für die Griechen herausschinden können, sondern nur Aufschub um Aufschub.

In Griechenland glaubt man angeblich noch immer an den Euro, doch bald wird man feststellen, dass Geld, welches aus dem Nichts geschöpft wird, auch nichts wert sein kann – vor allem wenn die EZB immer neue Mengen davon generieren muss. Eigentlich sollte man es jetzt schon begriffen haben – wenn man eine Veränderung will, dann muss man zunächst den Kurs ändern und diejenigen über Bord werfen, die unter falscher Flagge segeln. Wer erwachsen ist, nimmt selbst das Steuer in die Hand.

Die Griechen haben die Gelegenheit, die Konsequenzen müssen sie so oder so in Kauf nehmen – die Frage ist nur: Was fühlt sich besser an? Ewig am Tropf der EU zu hängen oder auf eigenen Beinen zu stehen und eigenverantwortlich und deshalb dann auch völlig zu Recht, für sich das Beste aus der Sache heraus zu holen?

Wenn es um die Frage nach Reparationszahlungen von Deutschland geht, wäre dann nicht ein Austritt aus der EU die bessere Verhandlungsoption? Würde Deutschland, falls die EU kippt, am Ende sogar die Griechen dabei unterstützen, denn zu Reparationszahlungen gehört auch ein echter Friedensvertrag? Die Zwei-Plus-Vier-Verhandlungen haben diesen keinesfalls ersetzt, sondern nur die Frage nach Ostpreußen verhindert. Dazu bräuchte es Russland und Putin, den man beim G7 nicht dabei haben will, an den Verhandlungstisch.

Die EU als „Friedensgarant“ für Europa könnte dann als trojanisches Pferd der USA entlarvt werden – oder wahlweise als Fortsetzung der Politik der Nationalsozialisten.


 

Gustav Koenig, Nationalsozialist:

„Vor uns liegt die Schaf­fung einer euro­päi­schen Gemeinschaft…Ich bin von einem dau­er­haf­ten Bestand einer sol­chen Gemein­schaft nach dem Krieg überzeugt.“

und noch mehr dieser unheimlichen Parallelen zwischen EU und Naziideologie:

„Das neue Europa der Soli­da­ri­tät und Zusam­men­ar­beit unter all sei­nen Men­schen wird einen rasch zuneh­men­den Wohl­stand erfah­ren, wenn die natio­na­len Bin­dun­gen erst besei­tigt wor­den sind.“

hier in diesem Artikel auf Grilleau.blog.de 

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2 Kommentare

  1. Diese GRIECHEN sind ein einziges Ärgernis . Es ist das größte BETRÜGERVOLK in Europa. Man sollte sie im eigenen Saft schmoren lassen . Wir brauchen sie nicht ,sie sind eine einzige Last und Schande .Keine weiteren Hilfen auf Kosten des DEUTSCHEN VOLKES .

  2. Die Griechen haben außer der Party vorher die durch Betrug (Eintritt in den Euro) entstanden ist, nur Schaden gehabt, siehe Jugendarbeitslosigkeit etc. Aber sie haben Öl- und Gasquellen, und Anderes mehr. Und wie kommt man an die altbewährt? Richtig Verschuldung. Und wo sind die ganzen Rettungsmilliarden hin? Richtig nicht an die Griechen, an die Aktionäre und Spekulanten !Ein böses bitterböses Spiel, man muss intelligent sein. Auch die Hauptakteuere in diesem Fiatsiel sind immer die Gleichen! Wer? Na das wissen doch Alle oder?

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